Der Axtsport der Basken

Aizkora/Aizkolaris. Was das bedeutet, erzählen wir in diesem Text aus gutem Grund. Denn Spanien erinnert zunächst einmal an Sonne, Strand, Flamenco und Paella, an Orte wie Palma de Mallorca, Sevilla und Barcelona. Das Land hat aber auch noch eine ganz andere Seite, die oft vergessen wird. Und da spielt die Axt eine wichtige Rolle.

Von Jasmin Stenzel

Berge, Wälder, viel Tradition und eine hohe Kochkunst. Das ist das Baskenland. Die nordspanische Region heißt Euskal Herria oder Euskadi und befindet sich an der Atlantikseite sowie in Südfrankreich. Die Region hat mit Baskisch ihre eigene Sprache, eine der ältesten der Welt. Und es gibt dort beachtliche Sportarten, darunter die Holzfällerwettbewerbe – Aizkoras – die auch als Axtkämpfe bekannt sind. 

Gleichgewicht, Standhaftigkeit und Kraft

Der zumeist in weiß gekleidete und mit hoch erhobener Axt auf einem dicken Baumstamm stehende Holzfäller/Aizkolari ist das Symbol dieser Attraktion. In diesem Sport geht es darum, Stämme schnellstmöglich mit einer Axt durch zu hacken.

Der Wettbewerb kann einzeln, zu zweit oder in Teams ausgetragen werden. Der Aizkolari steht auf einem waagerecht liegendem, dickem Holzstamm und hackt ihn in zwei Hälften. Hierfür wird dem Holzfäller einiges an Gleichgewicht, Standhaftigkeit und natürlich Kraft abverlangt.

Das Schneiden des Stammes besteht aus zwei Hauptphasen: dem oberflächlichen Schnitt, der als Orientierung gilt und dann das Hacken, bis der Stamm durch ist. 

Wetthacken auf Zeit

Der in weiß gekleidete und mit hoch erhobener Axt auf einem dicken Baumstamm stehende Holzfäller/Aizkolari ist das Symbol dieser Attraktion. In diesem Sport geht es darum, Stämme schnellstmöglich mit einer Axt durch zu hacken. Der Wettbewerb kann einzeln, zu zweit oder in Teams ausgetragen werden.

Der Aizkolari steht auf einem waagrecht liegendem, dickem Holzstamm und hackt ihn in zwei Hälften. Hierfür wird dem Holzfäller einiges an Gleichgewicht, Standhaftigkeit und natürlich Kraft abverlangt.

Das Schneiden des Stammes besteht aus zwei Hauptphasen: dem oberflächlichen Schnitt, der als Orientierung gilt, und dann das Hacken, bis der Stamm durch ist. 

Das Spiel dauert 30 Minuten

Bei dem Wettkampf der baskischen Aizkolaris geht es mehr um Ausdauer als um Geschwindigkeit, denn es werden mehrere Stämme nacheinander zerhackt.

Die meisten Wettkämpfe dauern mindestens 30 Minuten, einige sogar mehr als eine Stunde. Das unterscheidet sich von Ländern wie den USA, Kanada, Australien und Neuseeland, wo das Spektakel oft nur wenige Minuten anhält.

Das Publikum wettet dabei, wer eine bestimmte Anzahl von Stämmen in der kürzesten Zeit zerhackt. In Aizkora wird das Maß Ontza oder Zoll verwendet, mit dem der Umfang des Rumpfes gemessen wird. 

Schauorte des Axtkampfs

Die Stämme sind zwischen 36 und 54 Zoll dick. Das Zerhacken der Baumstämme findet oft in Frontóns statt, den Spielfeldern des Pelota Spiels auf Dorfplätzen. Aiskora lebt vom Reichtum an Kiefern, Buchen und Eichen im Baskenland.

Deshalb gab es in diesem Gebiet viele Holzfäller. Die Männer begannen, kleine Wetten darauf einzugehen, wer in einer bestimmten Zeit wie viele Bäume fällte. Im Laufe der Zeit wurden diese Wetten und Wettkämpfe immer beliebter und die Aizkolari-Testes im 19. Jahrhundert Bestandteil der baskischen Feste

Wettrudern und Steine heben

Andere baskische Sportarten sind das Pelota Spiel, ein Rückschlagspiel, welches dem bei uns bekannten Squash ähnelt; Regatten, bei denen Teams in Ruderbooten um die Wette paddeln und das sogenannte Steinheben.

Zu sehen sind die Axtkämpfe traditionell auf Dorffesten, denn in Dörfern fanden sie ihren Ursprung, aber auch auf großen Stadtfesten. Wer ein solches Fest besuchen möchte, findet Tipps und Termine auf der Seite Fiestas.

Hier schon einmal ein paar Termine des Axtkampfs. Drei davon in kleinen Gemeinden, eines in der Stadt Bilbao

Fiestas de Sestato und Fiestas de Munguia: Ende Juni bis Anfang Juli

Fiesta de Santa Ana in Ordizia: Ende Juli

Aste Nagusia Bilbao: Ende August

Die Autorin

Jasmin Stenzel ist derzeit Au Pair im spanischen Baskenland, macht danach eine Ausbildung zur Journalistin und will als Reporterin später die ganze Welt erkunden.