Merino Schafe gucken den Fotografen an in Zentralspanien.
Merinoschafe in Zentralspanien, tb
Merino-Schafsherde in Zentralspanien
Merinos in Kastilien, tb

Merinoschafe in Spanien

Merinoschafe, die ovejas merinas, sind die berühmteste Schafrasse Spaniens und im ganzen Land verbreitet. Die Rasse ist so robust, dass sie weltweit dominiert.

Ursprünglich sollen die Tiere aus Nordafrika stammen und im 14. Jahrhundert erstmals in Andalusien aufgetaucht sein. Sicher ist: Die Tiere geben sehr viel Wolle ab. Und so achteten die Spanier bis ins 18. Jahrhundert penibel darauf, dass keines der Schafe die Grenze verließ. Denn der Handel mit Schafswolle war ein wunderbares Monopol und brachte dem Land enorme Einnahmen. Doch dann machte das Merino-Schaf sehr weite Wege. Resultat heute: In Australien leben weit mehr Merinos als in Spanien selbst: rund 150 Millionen sind es, so viele wie nirgendwo sonst auf der Welt.

Merino Schafe in Spanien
Merino-Schafe in Asturien
Schafe in den Pyrenäen
und in den Pyrenäen, tb

4 bis 40 Kilo Wolle pro Schur

Bis heute sind die Nutztiere in Spanien weiter unterwegs. Ihre Anzahl ist nicht genau bekannt. Doch die Schafhirten legen weite Wege mit ihnen zurück, vor allem in Kastilien, Nordandalusien und der Extremadura, wo sie viele flache Weideflächen vorfinden. Wegen der langen Wege war das Merino-Fleisch von jeher zu zäh. Daher dienten die Nutztiere vorwiegend für den Wollhandel. Die Profis scheren sie bis auf die Haut ab und gewinnen dadurch vier bis sechs Kilo Merinowolle. Doch es geht noch schwerer, vor allem wenn die Tiere anders als in Spanien auch in der Wildniss leben.

2004 hat ein Schaf namens Shrek in Neuseeland nach Jahren in der freien Natur beim Scheren 27 Kilo Wolle abgegeben, Kollege Chris aus Australien brachte es 2015 gar auf den bisherigen Rekord: 40,45 Kilo. In Spanien wäre das unmöglich, denn die Feinwolle ist nach wie vor zu gefragt und die Tiere daher ständig in Obhut der Schäfer.

Schafe in der Extremadura
Schafe in der Extremadura, tb

51 weitere spanische Schafrassen

Große Reichtümer bringt die Wolle (Lana) der Tiere zwar nicht mehr. Aber vom Pantoffel bis zum Pullower stricken die Spanier nach wie vor fast ausschließlich mit Merino. Und das, obwohl es landesweit noch 51 weitere Schafrassen gibt. Mit so schönen Namen wie Castellana Blanca, Gallega, Manchega und Rubia del Molar. (tb)


Weiterführende Links

 

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