Hunde aus Spanien

Welche spanischen Hunderassen gibt es? Und warum gibt es so viele spanische Straßenhunde bei uns? Eine Annäherung an ein Thema, das im Internet fast ausschließlich mit dem Tierschutz in Verbindung gebracht wird.

Zu den bekanntesten Hunderassen zählt der langohrige Ratonero aus Andalusien, der wuschelige Mastiff-Pyrenäenhund der Schäfer und der Galgo-Hund der Jäger. Beliebt bei den Spaniern ist aber noch ein ganz anderer, nämlich der deutsche Schäferhund. Dieser Pastor Alemán prägt sogar die meisten Hinweisschilder mit der Aufschrift Vorsicht Hund: Ojo, hay perro, siehe Bild rechts.Da Spanier vor allem in den Städten des öfteren ihre Hunde aussetzen, die dann im Tierheim landen, haben sie keinen sonderlich guten Ruf als Tierschützer. Viele der Tiere leben heute in Deutschland. Dies zeigt das Beispiel von Oscar, der die Straßenhündin Dana aus Alicante mit nach Düsseldorf brachte. Im Internet finden sich viele Aufrufe zum Schutz von Hunden in Spanien. Allein mit dem Suchbegriff-Doppel Hunde/Spanien tauchen sie dutzendweise bei Google auf Seite 1 auf. Doch es gibt auch eine ganz andere Seite. So haben die Katalanen ein eigenes Hundespaßbad. Und in Galicien dienen sehr gut ausgebildete Wasserhunde zu therapeutischen Zwecken. Die sind auch als Trüffelhunde beliebt, wobei die besten Nasen bei der Trüffelsuche immer noch die Mischlinge haben: zum Report Trüffelhunde in Spanien

Der Spanische Wasserhund

Der sogenannte Wasserhund Spaniens (Perro de Agua) heißt so, weil ihn Fischer gerne auf ihren Boten eingesetzt haben, zum Apportieren vor allem. Die Perros de Agua sind erst seit den 80er Jahren eine anerkannte Rasse. Sie dienen auch als Schäferhunde, nicht jedoch als Wachhunde, denn die kleinen, wuscheligen Tiere sind scheu. Genau deshalb sind sie auch als Therapie-Hunde im Einsatz. Die nordwestspanische Stadt A Coruña hat sie neben Labradoren in einer Kinderklinik untergebracht. Die Tiere haben einen sehr positiven Einfluss dort auf autistische Kinder im Wartesaal. Sie vergessen einfach den Stress.Wasserhunde gehören übrigens zu den teuersten des Landes. Für einen echten Rassewelpen mit Zertifikat und Stammbaum zahlen Liebhaber rund 1700 Euro.

Hunde-Spaßbad Can Janè

An einigen Stränden Spaniens ist das Baden mit Hund erlaubt. Doch daneben gibt es in Ostspanien ein Kuriosum: Das Ressort Can Janè ist ein Spaßbad für Hunde, die dort in diversen Pools mit flachem Wasser spielen. Für Frauchen und Herrchen ist das Baden dort verboten. Katalonien hat damit das erste Hundebad ganz Spaniens eröffnet. (tb)

 

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