Häuser im Pyrenäenort Puigcerdà
Übernachten in Puigcerdà, Foto: Emili

Unterkunft in den Pyrenäen

Wer in den Pyrenäen übernachten möchte, hat die Qual der Wahl. Hotels und Pensionen gibt es auf französischer und spanischer Seite viele.


von Tobias Büscher

Die Angebote zum Übernachten in den Pyrenäen reichen von der einfachen Berghütte bis zum Luxushotel.

Hotels, Pensionen und Berghütten

Buchen muss man Zimmer höchstens in der Hauptsaison und dann vor allem an den Küsten und bei den Hauptsehenswürdigkeiten der Bergwelt. In der Nebensaison sind die Unterkünfte überall wesentlich preiswerter. Zimmerpreise werden grundsätzlich ohne Frühstück berechnet. In Frankreich klassifiziert man Hotels je nach Standard in vier, in Spanien in fünf Sterne-Kategorien. Man zahlt auch für ein vornehmeres Zimmer mit mehreren Sternen etwas weniger als in Deutschland. Bereits für unter 50 € kann man schon ganz komfortabel nächtigen. In Nordspanien gibt es Hotels, einfache hostales, pensiones und die fondas als recht familiäre Bleiben. Das Bad ist nicht selten im Flur.

Landhäuser liegen im Trend

Im Trend liegt immer mehr die casa rural, das Landhaus. Es ist vom Komfort und der Lage her eine Alternative zum Hotel. Auch sind die Zimmer häufig günstiger. Allerdings sprechen die Besitzer zumeist kein Englisch oder Deutsch. Eine Liste der meisten Unterkünfte erhält man bei den Fremdenverkehrsämtern. Auf französischer Seite haben sich Hoteliers zur Logis de France zusammengeschlossen und bieten als Familienbetriebe guten Standard, erkennbar am Schild mit gelbem Kamin.

Daneben gibt es verschiedene private Unterkünfte unter dem Sammelbegriff ›Gîtes de France‹. Dazu gehören chambre d’hôtes (Privatzimmer mit Frühstück), gîtes rural (Herbergen mit Selbstverpflegung) und die gîtes d’etape (jugendherbergsartige Wanderherbergen). Einen ausführlichen Katalog erhält man von:

La Maison de Gîtes de France
59, rue St-Lazare
F-75009 Paris
Tel. 0149 70 75 75
gites-de-france.fr

Die meisten Berghütten (franz. refuges, span. refugios) liegen in den höheren Lagen, vor allem in den Nationalparks und entlang der großen Wanderwege. Sie sind zwischen Juni und Sept./Okt. bewirtschaftet. In Andorra gibt es in der Hauptstadt und an den Skigebieten zahlreiche Hotelanlagen.

Paradores und Camping in den Pyrenäen


Paradores

Die staatlichen Unterkünfte sind teils in altem Gemäuern untergebracht und bieten ein stilvolles Wohnen zu relativ günstigen Preisen. Buchen kann man bei:

Ibero-Hotels
Steinstraße 21
40210 Düsseldorf
Tel. 0211/864 15 20


Camping

Insgesamt sind die Campingplätze ausgezeichnet, der Standard hoch. Man kann überall mit gutem Komfort vom Supermarkt bis zu gepflegten Sanitäranlagen rechnen. An der Mittelmeerküste und in der Nähe von Naturschutzgebieten sind die Parzellen in der Hauptsaison aber häufig belegt. Beschaulicher ist die französische Variante des Zeltens auf dem Bauernhof (camping à la ferme). Informationen mit Adressen erhält man bei: La Maison de Gîtes de France (s. o.).


In Andorra sind die Campingplätze nahe der Hauptstadt wegen des Lärms und des Benzingestanks eine Zumutung, in den Nebentälern kommt man da dagegen schon eher in Zeltlagerstimmung. In Andorra und an der Küste sind die Parzellen ganzjährig geöffnet, während sie im sonstigen Pyrenäengebiet in der Regel nur von Juni–September in Betrieb sind. Wildes Zelten außerhalb von Ortschaften wird in Spanien zwar toleriert, allerdings nicht gern gesehen. In Frankreich benötigt man umbedingt die Erlaubnis des Grundstücksbesitzers. Wer in Nationalparks sein Zelt aufschlägt, muss mit hohen Strafen rechnen.

Jugendherbergen

Rechtzeitige Anmeldung ist im Hochsommer sinnvoll. In Spanien und Frankreich kostet die einfache Übernachtung rund 15 €.


Weiterführende Links

Wie die Pyrenäen entstanden: mehr

Natur und Nationalparks der Pyrenäen: mehr

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