Castro de Baroña, Galiciens schönste Keltensiedlung

Das Castro de Baroña ist in Galicien besonders schön gelegen. Es befindet sich direkt an den Rias Baixas (Rias Bajas) an der Westküste der Region.

von Tobias Büscher

Aussergewöhnlich an der Siedlung ist ihre Lage auf einer Halbinsel. Die Gegend ist glücklicherweise so gut wie unbebaut. Oben an der Straße mit dem Parkplatz finden Sie eine sauteure Bar. Der Weg hinunter zur Ansiedlung ist steinig und nichts für Kinderwagen.

Auf einer winzigen Halbinsel nahe Noia

Das Castro liegt nahe Noia und 5 km vom Badeort Porto do Son entfernt. Vor 2000 Jahren hatten die Kelten hier eine gute Aussicht und heute ist das auf einem Vorsprung gelegene Castro flankiert von einem Strand und eine der schönsten Ausflugsziele Galiciens.

Fidel Castro heißt nach diesen Siedlungen

Von dem Dorf sind wie sonst auch nur noch die Grundmauern erhalten. Mit dem Castro Santa Tegra ist es das berühmteste Keltendorf Galiciens. Übrigens: Fidel Castros Nachname hat tatsächlich hiermit zu tun: seine Vorfahren stammten aus Galicien.

Rätselhafte Rundmauern

Siedlungen dieser Art gibt es in Galicien und Asturien Hunderte. So schön gelegen wie hier ist kaum einer, doch die Struktur ähnelt sich sehr. Rund, teils auch von den Römern beeinflusst quadratische Grundmauern sind von vielerorts erhalten. Ob Die Castro-Häuser wirklich ein Strohdach hatten, wie Archäologen in Galicien annehmen, ist fraglich. Beeindruckend aber ist auch: Die Grundmauern unterscheiden sich vom Durchmesser her kaum und es gibt keinen zentralen freien Platz in den Castros. Hier ein Bild von den typischen Granitmauern einer Siedlung nahe dem Hafenort A Guarda

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