Muros: Fischerort in Galicien

Muros mit seinen knapp 3000 Einwohnern liegt an der galicischen Bucht Ría de Muros e Noia. Die Kleinstadt mit dem denkmalgeschützen Zentrum lebt heute vor allem vom Sommer-Tourismus.

In den Hafentavernen an der Avenida da Marina in Muros trinken die Fischer nach getaner Arbeit und einer guten Portion Seeteufel gerne mal einen Orujo-Kräuterschnaps. Allerdings vor allem nach den Sommerferien, wenn die Herbsstürme mit Namen wie Benjamin (2025) für Alarm sorgen und sie wieder mal ihr Hab und Gut in Sicherheit gebracht haben.

In die gotische Kirche Virxe do Camiño haben sie Miniaturboote aufgehängt, damit die Jungfrau vom Wege ihre Arbeit auf dem Atlantik schützt.

Und einer kam sogar auf die Idee, sein Fischerhaus originalgetreu als Unterkunft mit Namen A Casa da Fonte anzubieten.

Muros liegt 60 westlich der galicischen Hauptstadt Santiago de Compostela direkt am Meer. Bis Noia, mit der sich das Städtchen die Ría teilt, sind es noch 33 km. Viele Besucher kommen in dem Ort vorbei auf dem Weg nach Finisterre an der sogenannten Todesküste.

Und auch die Polizei ist schon mal im Einsatz, beispielsweise im Herbst 2025. Da erwischte die Guardia Civil ein paar Dealer mit 3,5 Tonnen Kokain. Sie waren als Pilger verkleidet.

Gute Nachrichten wiederum gibt es für die Fischer und Muschelsammler vor Ort. Die galicische Regierung hat unlängst 140.000 Euro zur Verfügung gestellt, um die finanzielle Lage der Arbeiter zu verbessern.

Das Rennen der Holzkisten

Am 3. Juliwochenende steigt ein Rennen der besonderen Art: Gran Prix de Carrilanas. Motorlose Kisten rasen durch die Ortschaft Esteiro an der C 50 westlich von Muros.

Die handgefertigten Seifenkisten sind so originell, dass längst auch Bastler aus Madrid und Barcelona mitmachen. Los geht es am Samstag und Sonntag jeweils um 19 Uhr.

Infoamt von Muros

Oficina de Turismo: Curro da Praza 1, Tel. 981 82 60 50.

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