Chinchón und seine schöne Plaza

Chinchón liegt südlich von Madrid und lässt sich gut gemeinsam mit dem nur 20 km entfernten Aranjuez besuchen. Wer sich wundert, dass er die Stadt vorher schon mal gesehen hat: Das liegt an einem US-amerikanischen Spielfilm

Schon von weitem sieht man Kirche und Burgruine dieser wunderschönen kastili­schen Ortschaft. Die quadratische Befestigungsanlage aus dem 15. Jahrhundert ist typisch für die militärische Architektur jener Zeit.

Bei der Einfahrt ins Dorf über die Calle de los Huertos (ehemals Avenida del Generalísimo) kommt man links an einem Klarissenkloster und an der Einsiedelei des San Roque vorbei.

Und dann geht es hinein in den Ort voller spanischer Geschichte. Auch Filmgeschichte hat er geschrieben. 2023 realisierte Wes Andereson seinen Film Asteroid City.

Chinchon- Anís, Plaza y Mesón

„Chinchón – Anís, Plaza y Mesón“. Auf solch einen kurzen Nenner bringen die 4000 Einwohner von Chinchón die Bedeu­tung ihres Ortes.

Der hier hergestellte Anisschnaps ist weit über die autonome Region Madrid hinaus bekannt.

Die in ihrer Art einzigartige Plaza Mayor ist eine der schöns­ten Spaniens, und viele Besucher kommen her, um in einem der zahlreichen Restaurants und Mesones gut zu essen.

Berühmte Holzbalkone

Die Plaza Mayor mit ihrem eigenwilligen Grundriss – ist er nun kreisförmig, fünfeckig oder einfach nur völlig unregelmäßig? – überrascht durch ihre Größe.

Drei- bis vier­geschossige Häuser mit langen, durchge­henden Holzbalkons begrenzen sie. Sie be­herber­gen kleine Läden und vor allem Cafés, Restaurants und Mesones, die ihre be­gehrtesten Plätze auf den Balkonen haben.

Im Sommer stehen Tische und Stühle auch auf dem Platz, der zum Glück nicht das ganze Jahr über als Parkplatz dient.Einst war der Platz Ort alter Traditionen, Viehhandel und Hinrichtungen.

Eine Tradi­tion hat sich erhalten: Seit 1502 dient der Platz noch regelmäßig in der Sommersaison als Stierkampf­arena. Auch Dorffeste und Theateraufführungen finden hier statt.

Parador und Pfarrkirche in Chinchón

Südwestlich der Plaza Mayor – in der Avenida del Generalísimo 1 – ist im ehemaligen Augustinerkloster aus dem 18. Jahrhundert ein „Parador Nacional“ untergebracht.

Die „Paradores Nacionales“ sind staatliche Hotels mit hohem Komfort in zumeist historischen Gebäuden.

Es lohnt sich auch, zur Pfarrkirche Chinchóns, der „Iglesia de la Asunción“ (Himmelfahrtskirche), hinaufzugehen. Von der Kirche aus hat man einen schönen Blick über das ganze Dorf – eine Aussicht, die auch schon Goya genoss.

Der berühmte Maler war mehrmals hier zu Gast, wo sein Bru­der Pfarrer war. Der Kirche Chinchóns vermachte Goya das Gemälde „Maria Himmelfahrt“.

Theater Lope de Vega

Neben der Kirche steht heute das Theater „Lope De Vega“ an der Stelle, wo sich frü­her der Palast der Grafen von Chinchón befand. Im Innenhof dieses Palastes fand die Uraufführung einer Komödie des großen spanischen Klassikers statt.

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Das kleine Dorf Sigüenza

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Der gigantische Escorial

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Webseite des Rathauses von Chinchón

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