Aigüestortes in den katalanischen Pyrenäen
Im Park Aigüestortes

Aigüestortes: Nationalpark in Spanien

Das Bergregion Aigüestortes liegt in Katalonien, bietet vom Boí-Tal und von Espot aus schöne Wanderwege und hat seinen Namen von den vielen Seen und Wasserfällen im Schutzgebiet.


von Tobias Büscher


Aigüestortes heißt soviel wie ›gewundene Wasser‹ und tatsächlich gibt es in dem Nationalpark Kataloniens über 50 Seen und sehr viele kleine Teiche, Gebirgsbäche und Wasserfälle. Wer in dem 1500 bis fast 3000 m hohen und 10 000 ha großen Park wandert, braucht keine Trinkflaschen, denn frisches Quellwasser gibt es auf Schritt und Tritt, mal aus kleinen Rinnsalen, dann wieder aus angeschwollenen Wasserläufen. Eine Wanderung ist hier ein echter Genuss, ob vom Boí-Tal oder von Espot aus, denn das Gebiet ist sehr abwechslungsreich. Er gehört zu den schönsten Nationalparks Spaniens


Neuschnee auf grünblauen Seen

Da fällt es vor allem im Hochsommer schwer, die Bestimmungen einzuhalten, denn Schwimmen ist in den Seen streng verboten. Im Juni schwirren Schmetterlinge über die blühenden Wiesen und schon ab Mitte September kann Neuschnee auf die grünblauen, flachen Seen fallen. Im Juni und im September ist die beste Zeit für einen Besuch, denn dann hat man den Park während der Woche fast für sich allein.

Aigüestortes gilt international nicht als Nationalpark

Wie die Pyrenäen insgesamt, erhielt auch dieser Park seine Gestalt während der Eiszeit. Bevor der Parc National d’Aigüestortes i Estany de Sant Maurici 1955 gegründet wurde, hatten die örtlichen Elektrizitätswerke das Wasser zur Energiegewinnung genutzt. Am berühmten Estany de Sant Maurici steht daher eine lange Staumauer. Der Eingriff in die Natur (mehr zu Spaniens Umwelt) ist offenkundig, und so blieb dem Park international auch der Titel als Nationalpark verwehrt. Doch auf Strom möchte in den umliegenden Dörfern niemand verzichten und die Rechte des E-Werks sind älter als das Entstehungsdatum des Schutzgebiets.


Westliches Aigüestortes und östliches Tal Sant-Maurici


Der offizielle Name ist so lang geraten, weil die Passhöhe Portarró d’Espot (2423m) den Park in zwei Bereiche teilt: in das westliche Aigüestortes und in das östliche Sant-Maurici-Tal mit dem großen, grünfarbenen See und zwei markanten Bergspitzen, den Encantats (2747m). Über den Birken, schwarzen Waldkiefern und Tannen kreisen majestätisch Steinadler und Gänsegeier, häufig flattern Dohlen mit ihren gelblichen Schnäbeln auf.

Auerhühner und Alpenrosen

Es gibt noch einige wenige Auerhühner, umso mehr Rebhühner und Füchse. Im Unterholz wachsen Knabenkraut, dunkelrote Alpenrosen und Storchschnabel. In den höheren Lagen des Parks schließt sich jenseits der Baumgrenze ein bunter Kräutergarten an, und im Frühjahr blühen Enzian, Löwenzahn und blaue Glockenblumen.


Infos vor Ort zum Park Aigüestortes

Casa del Parc: Prat del Guarda 4, in Espot, Tel. 973 62 40 36. Plaça Treió s/n, in Boí, Tel. 973 69 61 89. Zum Angebot gehören geführte Touren und Fotosafaris. An den Eingängen des Parks gibt es Infohäuschen.


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Weiterführende Links

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Kataloniens Berggebiet Val d´Aran

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