Besalú in Katalonien

Das Zentrum des Städtchens Besalu steht unter Denkmalschutz und gehört zu den schönsten in den katalanischen Pyrenäen.

Die Stadt (2200 Ew.) am Riu Fluvià war als Villa Bisuldinensis einst der Mittelpunkt einer Grafschaft, bis es sich im 12. Jh. Barcelona unterordnen musste. Aus jener Zeit stammt die lange romanische Brücke als Zugang zum sehr gut erhaltenen Stadtkern. Im Spanischen Bürgerkrieg war die puente völlig zerstört worden, ist aber längst wieder liebevoll restauriert.

Besalú: schöner Stadtkern, Platz der Freiheit

Beim Gang durch die schmalen Gassen geht es vorbei an herrschaftlichen Häusern zum Hauptplatz Plaça de la Llibertat, in deren Umgebung einige Restaurants und Cafés vor allem von Wochenendurlaubern aus Girona und Barcelona profitieren. Freiluftstände bieten im Sommer Wurst und Käse an, Obst und vor allem bunte katalanische Kachelmalerei.

Kirchen, Ruinen und eine Mikwah

Dominiert wird der Ort von der nur noch als Ruine bestehenden Kirche Santa María (12. Jh.), die einst Teil der Grafenburg war. An der Plaça de Sant Pere, nur wenige Schritte entfernt, steht die gleichnamige älteste Kirche der Stadt mit markanten Löwenreliefs an den Fassadenfenstern. Sie gehörte zu einem Benediktinerkloster, das der mächtige Graf von Besalú und Bischof von Girona, Mirón, im Jahre 977 gründete. Die dritte Kirche, San Vicenç (12. Jh.), wurde nach dem Spanischen Bürgerkrieg zu einem Großteil wieder aufgebaut. Etwas abseits liegt die Mikwah (geschl.), ein rituelles Bad, das die jüdische Bevölkerung nutzte, bis sie – wie in Girona und in ganz Spanien – 1492 vertrieben wurde.

 

Oficina de Turismo de Besalú

Plaça de la Llibertat 1, Tel. 972 59 12 40, E-Mail: turisme(a)besalu.cat

 

Carnicería Juncà: Major 21, Wurstwaren, für welche die Region berühmt ist.

Busse: ab Pg. de la Industria, Schalter Ecke Alvarez de Castro; achtmal tgl. nach Olot, Banyoles und Girona, am Wochenende viermal.

 

Weiterführende Links

Homepage von Besalú

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