Botellón in Spanien

Botellón ist unter jungen Spaniern ein beliebtes Treffen mit selbst gekauften alkoholischen Getränken auf öffentlichen Plätzen. Manche Bürgermeister dulden dies, andere schicken die Polizei. Das Besäufnis ist aber immer beliebter, zumal die Bierpreise in den Kneipen oft zu hoch sind.

Alkohol in Bars und Clubs ist teuer. Und weil jeder zweite junge Spanier derzeit arbeitslos ist, gibt es für sie am Wochenende eine günstige Alternative. Das Treffen in Parks, an Stränden und auf Plätzen. Und was wird beim Botellón getrunken? Beliebt ist alles von der Ein-Liter-Bierflaschen (litronas, siehe auch Bier) über Whiskey bis zum Brandy in Plastikflaschen, angereichert mit Eiswürfeln, Fanta und Cola. Der Lärmpegel allerdings ist den anderen Bewohnern oft zu viel, und nachdem die Polizei regelmäßig eingriff, ist der Botellón verboten. Offiziell.

Megabotellón

Legendär ist in dem Zusammenhang das Jahr 2004, als sich in Sevilla 70 000 Jugendliche via SMS im Zentrum zu einer Spontanfiesta verabredeten und vorübergehend den Verkehr lahmlegten. Auch internationale Medien berichteten darüber und faszinierte Schweizer gründeten die Webseite www.botellon.ch

Die Trinkgelage junger Spanier haben längst auch fleißige chinesische Einwanderer genutzt und laufen mit sozusagen als ambulante Bierträger durch die Menge. 

Wenn die Party vorbei ist

Die öffentliche Sause führt regelmäßig zu einem Meer aus Glasscherben, der ein oder andere Magen  muss ausgepumpt werden und der kollektive Kater ist Programm. Doch die Botellónes sind nicht kleinzukriegen. So illegal die Treffen sind, auch junge Polizisten drücken oft ein Auge zu. In Spaniens Hauptstadt Madrid übrigens ist der Botellón eher eine Art Vorglühen. Denn danach geht es in die Disco. Und die öffnen am Wochenende meist erst gegen vier Uhr morgens.

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