11.06.2012

Nadal bricht Borgs Rekord

In einem wegen Regens über zwei Tage gehendem Finale gewinnt Rafael Nadal seinen siebten Titel in Paris. Nach einem Tief im dritten Satz, kann er den Weltranglistenersten Djokovic in vier Sätzen 6:4, 6:3, 2:6 und 7:5 in die Knie zwingen. Dem Serben bleibt der persönliche Grand-Slam verwehrt, Nadal ist nun alleiniger Rekordhalter.


von Marcos Fernández Vacas

Der Spanier ist nun der größte Sandplatzspieler aller Zeiten. Borg erreichte mit seinem Sieg 1981 in Roland Garros den sechsten Titel. Dieser Rekord galt bisher als unerreichbar. Doch Rafael Nadal ist mit seinem unnachahmlichen kämpferischen Stil auf Sand zum Schrecken aller Spieler geworden.


Nadal vom Regen nicht irritiert


Der Regen bestimmte das Finale von Paris am Sonntag und dem darauffolgendem Montag. Doch sowohl Nadal als auch die Nummer eins Novak Djokovic bleiben voll konzentriert. Der Mallorquiner ist vor allem in den ersten zwei Sätzen überlegen. Gegen sein druckvolles Spiel von der Grundlinie und den Top-Spin-Schlägen findet Djokovic kein Mittel. Erst im dritten Satz kann der Serbe kontern. Nach einem Break gegen ihn durchbricht er zweimal den Aufschlag des Mannes aus Manacor. Rafael Nadal zeigt erstmals während dieses zweiwöchigen Turniers Unsicherheiten und eine gewisse Unruhe. Vor allem regt er sich über das Aussetzen des Spiels auf, da diese Entscheidung seiner Meinung zu spät kommt.

Ein Doppelfehler entscheidet das Spiel


Am Montag startet Djokovic stark und lässt sich den dritten Satz nicht mehr nehmen. Doch der Sandplatzkönig schafft es, sich vom Tief zu erholen. Seine Vorhand treibt den Gegner immer weiter von der Grundlinie weg und so kann er leicht seine Punkte abschließen. Djokovics Aufschlag ist zudem zu schwach, um freie Punkte zu erzielen. Beim Stande von 5:6 gegen ihn, unterläuft dem zurzeit besten Spieler der Welt ein Doppelfehler. Nadal sinkt in die Knie und lässt seinen Tränen freien Lauf. Der Pokal ist, dem sporthistorischen Moment entsprechend, von Tennislegende Mats Wilander überreicht worden. Beide Weltklassespieler drückten anschließend ihren großen Respekt voreinander aus und versprachen, nächstes Jahr wieder um den Titel zu kämpfen.

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