Flamenco und seine Geschichte

Die südspanische Region Andalusien ist zugleich Wiege und Schauplatz des Flamenco.

Dabei wird er an ganz unterschiedlichen Orten sichtbar: in  kleinen privaten Räumen wie den Höhlen von Granada, in großen Sälen privater Unternehmer, auf bunt geschmückten Schaubühnen und in weiß gekalkten Innenhöfen. Vor allem die Städte Jérez de la Frontera, Cádiz, Granada und Sevilla sind sehr von ihm geprägt.

Wurzeln des Flamenco

Im Flamenco vermischen sich altindische, jüdische, christliche und maurische Elemente. Eine bessere künstlerische Ausdrucksform könnte Andalusien gar nicht haben, denn die südspanische Region, das einstige maurische Al Andalus, sieht ebenfalls auf eine reiche Geschichte aus jüdischer, christlicher und arabischer Kultur zurück.

Woher kommt der Name Flamenco?

Sein Name, glaubt man, könne vom arabischen felag mengu (verfolgter Bauer) abstammen. Andere vermuten einen Zusammenhang mit dem spanischen Wort flamenco für Flame, weil die flämischen Höflinge Karls V. sich besonders stolz und kokett gebärdeten.

Folklore der Unterdrückten

Als Folklore der Unterdrückten entwickelte sich der ursprüngliche Flamenco vor allem im 19. Jahrhundert weiter. Es gibt einige nicht minder attraktive Formen, die vom Unkundigen leicht mit dem eigentlichen Flamenco verwechselt werden: so zum Beispiel den cante chico (kleiner Gesang) als humorvolle Volksweise oder die Sevillanas als leichte, fröhliche Tanzvariante, wie man sie besonders gut in den für diesen Anlaß besonders geschmückten Innenhöfen von Sevilla am 1. Mai bewundern kann.