Bild vom Parador Cardona
Parador Cardona

Spukzimmer 712

Mal ehrlich. Würden Sie in einem Zimmer einchecken, in dem es spukt? In Spaniens Parador von Cardona haben mutige Gäste dazu beste Gelegenheit.


1976 kam Kataloniens Burg Cardona zur berühmten spanischen Paradores-Kette. Der Bau auf einem 145 Meter hohen Hügel wurde sehr professionell und aufwändig restauriert, wie es dem Gründer der Hotelkette, König Alfons, einst vorgeschwebt hatte.

Huschende Schatten bei den Bauarbeiten

Doch etwas war anders als sonst. Die Arbeiter sprachen von merkwürdigen Geräuschen hinter den frisch verputzten Wänden, manche meinten, huschende Schatten und die Silhouette von Untoten gesehen zu haben. Und ab und zu ging der Wasserhahn von selbst an. Kurios daran: die Phänomene traten fast ausschließlich in Zimmer 712 auf, und so wird es heute nie an Gäste vermietet – außer auf ausdrücklichen Wunsch hin. Der Hintergrund: Die Tochter des Grafen Forch von Cardona, Adelaïde, soll dort im tiefen Mittelalter eingeschlossen gewesen und qualvoll verendet sein. Sie hatte sich zuvor in einen jungen Mauren verliebt und damit den ganzen Zorn des Vaters auf sich gezogen.

Adelaïde trägt weiß ...

Die Etikette von Zimmer 712 ist eindeutig. Adäquate Kleidung der Gäste sollte zumindest mittelalterlich wirken, da Adelaïde in einem bestickten weißen Kleid aus der Zeit ihrer jungen Jahre umherhuscht.

"So warten Sie doch ..."

Weiterhin sind ein paar spanische Begriffe gut. Erschallt hinter der Wand ein jammernd-drohendes "Espere", so heißt das nichts anderes als: "So warten Sie doch."

Buchen von Zimmer 712

Wer im Spuk-Hotel einchecken möchte: zum Parador Cardona

Die Mitarbeiter sprechen gut Englisch. Tipp zum Buchen. 712 heißt auf Spanisch: Siete-Cientos-Doce, gesprochen Sietesientosdothe.


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