Aus dem Comic Ardalén, von Miguelanxo Prado
Detail aus dem Buch Ardalén (c) Miguelanxo Prado / Represented by Norma Editorial, S.A., Spain

1.11.2013

Miguelanxo Prado gewinnt spanischen Comic-Preis

Miguelanxo Prado

Für seinen 256 Seiten dicken Band Ardalén hat der Spanier Miguelanxo Prado (A Coruña, 1958) den spanischen Premio Nacional de Cómic gewonnen.

von Tobias Büscher

Miguelanxo Prado hat am Donnerstag den wichtigsten Comicpreis Spaniens erhalten. Sein Buch Ardalén gilt somit als bester Comic 2012. Über drei Jahre arbeitete der Galicier an dem fantasievollen Buch und bekommt vom spanischen Kulturministerium 20 000 Euro Preisgeld. Die Jury in Barcelona begeisterte die Poesie der Geschichte genauso wie die technische Umsetzung und das Spiel mit den Farben.

Fliegende Fische, Wind und Wahn

Die Handlung spielt in einem Dorf in Galicien. Dort sucht eine Frau nach Spuren ihres nach Kuba ausgewanderten Opas und trifft auf den greisen Fidel, der den Großvater gekannt haben könnte. Fidel allerdings hat das Dorf nie verlassen. Dafür trägt ihm der Wind Ardalén Erinnerungen zu. Ardalén ist höchste Comic-Kunst und bietet neben verstörenden Bildern einen gut gezeichneten Mix aus Wahn und Wirklichkeit. Auf Spanisch gibt es das Buch bei Norma, auf Deutsch bei Egmon: mehr

Max und Moritz, Men in Black

Prado hat bereits mehrere Preise gewonnen, darunter den Max-und-Moritz-Preis für Der tägliche Wahn. Darüber hinaus arbeitete er mit Steven Spielberg am Film Men in Black mit.

Prado erfuhr von dem Comic-Preis in seinem Ferienhaus in Segovia. Der Zeitung El País sagte er erfreut und mit einem Augenzwinkern: "In Belgien und Frankreich lesen alle vom Minister bis zum Angestellten Comics. Warum soll das in Spanien nicht auch bald so sein?"

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