Mehrere Flamenco-Gitarren
Die Flamenco-Gitarre machte Paco de Lucía berühmt © Juan Vacas

26.02.2014

Flamenco-Star Paco de Lucía ist tot

Der weltberühmte spanische Flamenco-Gitarrist Paco de Lucía ist im Alter von 66 Jahren in Mexiko an einem Herzinfarkt gestorben. Er gilt als einer der innovativsten Musiker der Traditionsmusik aus Andalusien.

von Marcos Fernández Vacas

Laut Informationen der spanischen Presse hat Paco de Lucía an einem Strand bei Cancún, wo er ein Haus besitzt, mit seinen jüngsten Kindern gespielt. Nach einem plötzlichen Unwohlsein riefen Angehörige einen Krankenwagen, während der Fahrt erlitt er den tödlichen Infarkt.

Verlust für die ganze Menschheit

Ganz Andalusien und Spanien sind erschüttert. Insbesondere in der Geburtsstadt von Paco de Lucía, Algeciras, kann die traurige Nachricht kaum jemand wirklich glauben. Doch die Stadt hat bereits die Nachricht veröffentlicht, da sie vom Neffen Ramón Sánchez offiziell die Bestätigung erhalten hat. Die andalusische sozialistische Partei PSOE-A hat sich bereits als erste zum Tod de Lucías geäußert: „Es ist ein großer Verlust für Andalusien, Spanien und die ganze Menschheit“.

Zusammenarbeit mit Camerón de la Isla und John McLaughlin

Paco de Lucía stammte aus einer bekannten Flamenco-Familie. Seine Mutter Lucía Gómez „La Portuguesa“ war eine berühmte Sängerin, sein Vater Antonio Sánchez ebenfalls Gitarrist. Von ihm erlernte er die Kunst des temperamentvollen und aufregenden Spiels des Instrumentes, das auch durch die Kunst de Lucías als Synonym des Weltkulturerbes Flamenco gilt. Große Bekanntheit erreichte er in den 60er- und 70er-Jahren durch die Zusammenarbeit mit dem mythischen Sänger Camerón de las Isla. Mit den Schallplattenaufnahmen zusammen mit den Jazz-Gitarristen John McLaughlin und Al di Meola in den 80er-Jahren brachte er den Flamenco-Stil in die ganze Welt.

Mit Preisen dekoriert

Spätestens seitdem feierte er auf unzähligen Bühnen große internationale Erfolge. Die Liste der erhaltenen Preise und Auszeichnungen ist gewaltig. Nur drei seien an dieser Stelle erwähnt: Die Goldmedaille der Schönen Künste Medalla de Oro al Mérito en las Bellas Artes im Jahr 1992, der Prinz-von-Asturien-Preis 2004 und den Latin-Grammy im Jahr 2012. Nun ist die Welt des Flamenco um einen ihrer ganz Großen ärmer und in großer Trauer.

 

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