Tortilla-Fest in Torrejón

Anfang Februar feiert die Stadt Torrejón de Ardoz das Fest Tag der Tortilla. Die Gemeinde gehört mit ihren über 136 000 Einwohnern zur Autonomen Gemeinschaft Madrid, wo sich übrigens der Sitz des Satellitenzentrums der Europäischen Union (EU SC) befindet.

von Marcos Fernández Vacas

Die Tortilla ist als spanisches Omelette im ganzen Land beliebt. Als eine Art Nationalgericht feiern die Spanier es entsprechend mit Festen überall im Land. Berühmt ist die Fiesta von Torrejón.

Koch-Wettbewerb und Straßenzug

Das Fest  Día de la Tortilla in Torrejón de Adroz gilt als eines der ältesten in Spanien. Schon im 15. Jahrhundert feierten die Einheimischen das beliebte Nationalgericht. Köche und Köchinnen treten in einem Tortilla-Wettbewerb an. Für Kinder gibt es Workshops und sie können Petanca spielen – das spanische Boccia. Der traditionelle Straßenzug mit den großköpfigen Puppen Cabezudos gehört auch zum Programm.

Omelette mit 3700 Eiern

Ähnlich traditionelle Tortilla-Feste existieren in ganz Spanien. Ebenfalls im 15. Jahrhundert hat das Fest in Fuenlabrada seine Wurzeln. Allerdings verbunden mit dem Kirchweihfest Día de Santa Juana am 9. März. In der Provinz Valladolid feiern einige Gemeinde die kulinarische Sause eine Woche vor Palmsonntag. So etwa in Villálon de Campos. Und in der Stadt Vilanueva de la Serena in der Extremadura haben die Anwohner vor ein paar Jahren angeblich die größte Tortilla der Welt gekocht. 3700 Eier kamen dabei zum Einsatz. Fast groß genug also, um sie auch per Satellitenfoto zu sehen.