Ausflüge ab Cáceres

Cáceres in der Extremadura ist nicht die einzige Top-Sehenswürdigkeit der zentralspanischen Region. Von hier aus bieten sich schöne Ausflüge an, unter anderem in das Städtchen Trujillo.

von Tobias Büscher

45 km östllch von Cáceres thront das schmucke Mittelalterstädtchen Trujillo (9000 Einw.) auf einem Granitfelsen. Auf der krummen Plaza Mayor mit den standortbestimmenden Kachelschildern für die Metzger, Obstverkäufer und Wäscherinnen steht die Statue von Francisco Pizarro (1479-1541). Der einstige Schweinehirte eroberte Peru und war einer von 634 Männern aus der Stadt, die zum Leidwesen der Inka in die neue Welt aufbrachen. Trujillo, genannt die “Wiege der Konquistadoren”, wird von den Ruinen einer um 900 gebauten Burg dominiert, unter der sich die Kirche Santa María la Mayor und die zahlreichen Herrenhäuser zu einem bildschönen Ensemble geformt haben.

Guadalupe, das Pilgerziel

In der völlig menschenleeren Sierra de la Villuercas -  weitere 80 km östlich (C-524/C 401, über Zorita) - liegt Guadalupe (3000 Einw.). Der Ort, nach dem eine Karibikinsel benannt ist, war im Mittelalter eines der wichtigsten Pilgerziele Spaniens. Kolumbus besuchte im burgartigen Kloster die berühmte Madonnenstatue aus Zedernholz, bevor er in die Neue Welt aufbrach. Als er zurück kam, ließ er indianische Kinder im Brunnen vor der Kirchenfassade taufen.

Plasencia

77 km nördlich von Cáceres taucht am Río Jerte eine weitere Mittelalterstadt auf: Plasencia (35 000 Einw.). Die Bischofsstadt mit ihrem Wassergraben und der immensen Kathedrale lohnt vor allem Dienstags den Besuch, wenn auf der Plaza Mayor nach jahrhundertealter Tradition ein Bauernmarkt abgehalten wird.35 km nördlich von Plasencia schläft das blumengeschmückte Bergdorf Hervás abgeschieden im Ambroztal vor sich hin. Im unteren Ortsteil liegt eines der besterhaltenen jüdischen Viertel Spaniens, woran heute noch Gassennamen wie “Sinagoga” erinnern.

Naturschutzpark Monfrague

So trocken die Extremadura auch sein mag, zwischen Trujillo und Plasencia erstreckt sich ein attraktiver Naturpark. Im Naturschutzpark Monfrague gibt es Wildkatzen, Mönchsgeier und Kaiseradler. Frühmorgens oder abends lohnt es sich, die ausgeschilderten Punkte Salto de Gitano und Castillo de Monfragüe (Ruine) anzusteuern. Dann kreisen gut sichtbar gleich mehrere Geierpärchen  über dem breiten Tajofluss. Ein guter Etappenort ist das winzige Dorf Torrejón el Rubio, wo zwar keine Zeitungen verkauft werden, es aber immerhin einen kleinen Supermarkt gibt:

 

Information

Paseo Pizarro 54, Karte zum Naturpark Monfragüe und Wandertipps.