Pelota, der Ballsport der Basken

Pelota ist die Sportart der Basken, in fast jedem Dorf steht eine Wand oder Halle. Schon Kinder lernen den Ballsport und die Stars sind so beliebt wie die erfolgreichen baskischen Kicker vom Athletic Club Bilbao.

 

von Tobias Büscher

»Pelota ist für den Basken, was für den deutschen Stammtischler der Skat«, sagte Tucholsky einmal. Das stimmt wohl, aber ein Pelota-Spieler verträgt angeblich mehr Alkohol als jeder andere Mann der Welt, also auch mehr als deutsche Skatspieler. Das muss an seiner Kondition liegen, denn den Sport trainiert man in jedem Dorf des Baskenlandes von Kindesbeinen an – und das schon seit dem 15. Jh. Wer groß ist und Erfolg hat, wird dann gefeiert wie ein torero in Andalusien. Seit 2015 spielen übrigens auch baskische Frauen Pelota

Chistera oder die Hand als Schläger

Pelota (französisch: pelote, baskisch: pilota) wird gegen den frontón gespielt, eine frontale Wand mit geschwungenem Oberrand, die 12 m hoch wie breit ist. Wer durch das Baskenland fährt, sieht diese Wände immer wieder, vor allem mitten im Dorfzentrum. Eine Variante ist das Spiel in der Halle (trinquet), in der 70 m lange Seitenwände das Spielfeld begrenzen.

Eine harte Variante des Squash

Zwei bis vier Spieler in langen weißen Hosen schlagen nach ähnlichen Regeln wie beim Squash einem lederbezogenen Gummiball abwechselnd gegen die Wand. Das geschieht entweder mit der bloßen Hand (a mano) oder mit einem langen, gekrümmten Weidenkorb (chistera), den man 1857 in Saint-Pée-sur-Nivelle erfand. Und nachdem man feststellte, dass die mit einer chistera geschlagenen Bälle Geschwindigkeiten von bis zu 300 km/h erreichen, schützt sich mancher Spieler mit einem Helm.

 

 

 

Weiterführende Links

 

Baskischer Fußballclub Athletic Club Bilbao

Die Geschichte der Baskenmütze

 

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