Weihnachtsbaum in Madrid
Zentrum von Madrid
Spanierin Miriam im Schnee bei Burgos
Weiße Weihnachten bei Burgos

Weihnachten in Spanien

Weihnachtsbräuche in Spanien sind anders als bei uns. Erst am 6. Januar gibt es die Geschenke, böse Kinder bekommen ein Stück Kohle, ganz Spanien spielt Lotto und statt kitschiger Weihnachtsmärkte im Vorfeld sind Krippen mit teils echten Schauspielern das Maß aller Dinge. Spain is different.



Weihnachtsbäume mit Bio-Siegel? Die Deutschen haben offenbar einen Knall. Nun gut, besser aus dem nahen deutschen Wald statt mit langen Transportwegen aus Polen, aber Spanier schütteln dennoch den Kopf. Auch die vielen jungen Andalusier, Basken und Madrilenen, die seit kurzem in Deutschland auf Jobsuche sind. Denn unter den Baum kommt in Spanien während der Weihnachtszeit gar nichts, bestenfalls in Madrid darf er den Hauptplatz schmücken (siehe Bild). Nadelbäume sind abgesehen von Nordspanien ja ohnehin eine Rarität.

Krippe statt Kitschbaum

Geschenke liegen in Spanien rund um die eigens aufgestellte Krippe - und das erst am 6. Januar, am Tag der Heiligen drei Könige (reyes magos). Nikolaus (link dahin) gibt es in Spanien ohnehin nicht. Realy different ...

Lottofieber, der Ort Glück und ein böser Film

Im Lottofieber sind alle Spanier an Weihnachten, wobei der Ort Sort (Glück) in den Pyrenäen besonders oft gewonnen hat. Kaum jemand, der nicht mitspielt, und so träumen auch ganze Dörfer als Wettgemeinschaft vom Gewinn. Heute sind alle Onlinemedien mit den Gewinnern des Jahres 2012 beschäftigt. Die Hauptgewinne des Gordos gehen an das Städtchen Alcalá de Henares nahe Madrid. Möge es den Gewinnern nicht so gehen wie im spanischen Film (siehe unten) über eine gierige Hausgemeinschaft, die einer Lottogewinnerin nach dem Geld trachtet (allerdings nicht an Weihnachten).

 

Caga tío ... wie bitte?

 

In Katalonien gibt es den Caga tío, einen -pardon - kackenden Onkel, gerne schon mal neben Ochs und Esel gestellt in Form des amtierenden Ministerpräsidenten oder des Papstes.



Und was essen die Spanier an Weihnachten?

 

Am 24. Dezember treffen sich die Spanier zum Fest, gerne auch mit den Verwandten aus Lateinamerika. Dann gibt es Rosco de Reyes, Turrón, Marzipan (Mazapán) und als Hauptgericht besonders gerne Truthahn oder Lammfleisch. Das haben wir für Sie als Rezept veröffentlicht, als Weihnachtsgeschenk sozusagen: cordero

 

Baskische Kinder besucht der Olentzero

 

Am Weihnachtstag schaut ein lustiger und etwas schrulliger Mann bei den Kindern im Baskenland vorbei. Der Olentzero ist ein dicker, schäbig gekleideter, schmutziger Köhler. Das ganze Jahr über lebt er im Wald. Neben der Köhlerarbeit ist Essen und Trinken seine einzige Beschäftigung. Doch am Heiligabend überbringt er den guten Kindern in manchen Orten kleine Geschenke oder sammelt für einen guten Zweck. Einen Sack voller Kohle hat er zwar auch bei sich, aber kein böses Kind bekommt ein Stück. Grimmig geht er an ihren Häusern vorbei. Und überall im Baskenland schreiben die Kinder ihm einen Wunschzettel, um an den Weihnachtstagen Geschenke zu bekommen.

 

 

 

Ein paar spanische Weihnachtsbegriffe

Die gängigsten Begriffe für das Christusfest sind:

Noche Buena - Heiligabend

Día de los Santos Inocentes - Tag der unschuldigen Heiligen, 28. Dezember

Noche Vieja - Sylvester, 31. Dezember

Bon Nadal - Frohe Weihnachten auf Katalanisch

Feliz Navidad - Frohe Weihnachten auf Spanisch

El Gordo - wörtlich Der Dicke - Weihnachtslotterie in Spanien,

 


 
Weiterführende Links

 

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