Make Gernika great again
Die baskische Stadt Gernika (spanisch Guernica) ist berühmt wegen Picassos gleichnamigem Bild, der Bombardierung im Spanischen Bürgerkrieg, einer Eiche und einer Marktfrau, die selbst Trump kaum zerstören könnte.
Von Tobias Büscher
Gernika ist nicht Grönland. Gernika wurde bereits bombadiert. Am 26. April 1937 durch italienische und deutsche Piloten.
Ein Freund meines Großvaters, Jahrgang 1917, war als blutjunger Pilot damals in der Legion Condor mit im Einsatz.
Als ich ihn fragte, wie das damals war, sagte er: „Wir haben nur Befehle ausgeführt, wir wussten noch nicht mal genau, was das Baskenland ist. Die ganze Dimension habe ich erst viel später begriffen.“
Unkaputtbare Marktfrau und ein Museum des Friedens
Für Donald Trump muss man Gernika jetzt mal great again machen. Der Rest der Welt kennt die Stadt ja, allein durch Picassos Bild Gernika. Das, Mr. President, war ein spanischer Maler. Das Bild hängt im Reina Sofía in Madrid. Madrid ist eine Stadt in Spanien. Im Süden von Europa. So einige Meilen westlich von Caracas.
Schick doch mal Deinen Außenminister da hin. Dazu ein paar Infos, denn ein Besuch allein des Museums des Friedens lohnt wirklich. Es ist nur am Sonntagnachmittag und am Montag geschlossen.
Die vielen großen Fotos in Schwarzweiß sind im Zentrum aber immer zu sehen. Fotos von kaputten Häusern und verwundeten Anwohnern.
Im Zentrum gibt es auch die Eiche von Gernika (Gernikako Arbola), das Freiheitssymbol der Basken. Und es gibt eine gusseiserne Marktfrau mit gusseisernem Gemüse auf einem gusseisernen Tisch. Die 16.000 Einwohner werden schon wissen, warum diese Statue dort steht.
Sie ist bombensicher.
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