Spanien als Vorreiter gegen Trumps Krieg

Während die USA und Israel seit dem 28. Februar 2026 den Iran bombardieren, stellt sich Spanien quer. Ministerpräsident Pedro Sánchez hat den Krieg als illegal verurteilt, US-Kampfflugzeugen die Nutzung spanischer Basen und des Luftraums verweigert und damit eine Kettenreaktion in Europa ausgelöst. Trumps Antwort: Drohungen, Beschimpfungen und die offene Infragestellung der NATO. Ein Überblick über einen Konflikt, der weit über den Nahen Osten hinausreicht.

Von Alexander Gresbek (Text und Illustrationen)

Die Begründung für diesen Krieg hat sich seither mehrfach verschoben. Trumps erstes Videostatement in der Nacht des Angriffs zielte auf Regimewechsel: Er rief die iranische Bevölkerung auf, ihr Land „zurückzuerobern“, und feierte die Tötung von Revolutionsführer Ali Khamenei. 

Wenige Tage später listete Verteidigungsminister Pete Hegseth vier militärische Ziele auf: Zerstörung der iranischen Raketen, Vernichtung der Marine, Unterbindung der Terrorfinanzierung und Verhinderung einer iranischen Atombombe. Doch schon am 6. März forderte Trump auf Truth Social die „bedingungslose Kapitulation“ Irans und zog Vergleiche zu seiner Militäroperation in Venezuela. Außenminister Rubio wiederum nannte teils andere Prioritäten als das Weiße Haus, mal mit, mal ohne Erwähnung der Atombombe.

Ende März erklärte Trump dann, es gehe ihm eigentlich nicht um das Nuklearprogramm, sondern um Öl und die Straße von Hormus. In seiner Fernsehansprache am 1. April schwenkte er zurück auf die nukleare Bedrohung als zentrale Rechtfertigung. CNN kommentierte, die Administration sei nicht einmal in der Lage, eine konsistente Liste von vier Kriegszielen vorzulegen.

“Wir haben den USA die Nutzung der Basen verweigert”

Sánchez reagierte schnell und unmissverständlich: Spanien werde sich an diesem Krieg nicht beteiligen. Vor dem spanischen Parlament erklärte er: „Wir haben den USA die Nutzung der Basen von Rota und Morón für diesen illegalen Krieg verweigert.“ Er wies dabei auch auf den Widerspruch hin, dass die USA ein funktionierendes Atomabkommen (JCPOA) aufgekündigt hatten und nun mit militärischen Mitteln das Problem lösen wollten, das sie selbst geschaffen hatten. Sánchez bezeichnete die Behauptung, Iran stehe unmittelbar vor der Atombombe, als nicht haltbar und verwies auf Aussagen ranghoher US-Sicherheitsbeamter, die eine unmittelbare Bedrohung verneint hätten.

Was als Beschränkung der Militärbasen begann, weitete Madrid Ende März auf den gesamten spanischen Luftraum aus. Verteidigungsministerin Margarita Robles bestätigte am 30. März: Sämtliche Flugpläne mit Bezug zum Iran-Krieg würden abgelehnt, auch solche von US-Maschinen, die aus Drittstaaten wie Großbritannien oder Frankreich kommen. Die einzige Ausnahme: Notfälle. Robles nannte den Krieg „zutiefst illegal und zutiefst ungerecht“.

Rund 15 US-Tankflugzeuge vom Typ KC-135 verließen daraufhin die Basen in Südspanien und wurden nach Frankreich und Deutschland verlegt. Spanien berief sich dabei auf das bilaterale Verteidigungsabkommen von 1988, das die spanische Souveränität über diese Einrichtungen anerkennt und deren Nutzung im Kriegsfall einschränken lässt. Ein historischer Vorgang: Zuletzt wurden von spanischem Boden aus 1991 während des Golfkriegs Kampfflugzeuge für Einsätze eingesetzt.

Sánchez ergänzte seine Position mit einer Warnung, die in den internationalen Medien viel Aufmerksamkeit fand: „Man kann auf eine Illegalität nicht mit einer weiteren Illegalität antworten, denn so beginnen die großen Katastrophen der Menschheit.“ Spanien zog außerdem seinen Botschafter aus Israel ab und sagte die Teilnahme an Militärübungen in den USA ab.

Europa folgt Spaniens Beispiel

Spanien blieb mit seiner Haltung nicht allein. Italien verweigerte US-Bombern Ende März die Landung auf der Militärbasis Sigonella auf Sizilien. Verteidigungsminister Guido Crosetto begründete die Entscheidung damit, dass Washington keine Genehmigung beantragt und die italienische Militärführung nicht konsultiert habe. Premierministerin Giorgia Meloni betonte zwar die „solide“ Partnerschaft mit den USA, ließ die Einschränkung aber bestehen.

Frankreich blockierte am selben Wochenende israelische Transporte amerikanischer Waffen durch seinen Luftraum. Die französische Präsidentschaft erklärte, diese Entscheidung stehe im Einklang mit der französischen Position seit Beginn des Konflikts. Trump reagierte auf seiner Plattform Truth Social und nannte Frankreich „sehr wenig hilfreich“.

Der deutsche Verteidigungsminister Boris Pistorius formulierte es auf seine Weise: „Das ist nicht unser Krieg, wir haben ihn nicht begonnen.“ Er stellte die rhetorische Frage, was Trump von einer Handvoll europäischer Fregatten an der Straße von Hormus erwarte, wenn die mächtige US-Marine dort selbst nicht weiterkomme. Selbst der Sprecher von Bundeskanzler Friedrich Merz stellte klar, der Konflikt habe „mit der NATO nichts zu tun“.

Besonders bemerkenswert war eine Szene aus der politischen Rechten: Tino Chrupalla, Ko-Vorsitzender der AfD, lobte auf einem Parteitag ausgerechnet den Sozialisten Sánchez für dessen Kriegsgegnerschaft und forderte den Abzug amerikanischer Truppen aus Deutschland. Wenn Linke und Rechte in Europa sich in der Ablehnung dieses Krieges einig sind, sagt das einiges über die Stimmungslage auf dem Kontinent.

Trumps Wut und die NATO-Krise

Trumps Reaktion auf den europäischen Widerstand fiel aus, wie man es von ihm kennt: laut, beleidigend und mit maximaler Drohkulisse. Er bezeichnete die europäischen Verbündeten als „Feiglinge“, drohte Spanien mit einem vollständigen Handelsstopp und forderte europäische Staaten auf, sie sollten „lernen, für sich selbst zu kämpfen“. Die USA würden „nicht mehr da sein“, um ihnen zu helfen.

Am 1. April 2026 ging Trump in einem Interview mit dem britischen Telegraph einen entscheidenden Schritt weiter. Auf die Frage, ob er einen Rückzug der USA aus der NATO erwäge, antwortete er: „Das geht über eine bloße Überprüfung hinaus.“ Er habe die NATO „nie ernst genommen» und immer gewusst, sie sei ein Papiertiger“. Und dann der Satz, der in Moskau wohl für Beifall gesorgt hat: „Putin weiß das übrigens auch.“

In einem weiteren Interview mit Reuters legte Trump nach: Er erwäge den Austritt „absolut“. Die NATO sei „eine Einbahnstraße“. „Sie waren keine Freunde, als wir sie brauchten.“
Außenminister Marco Rubio sekundierte seinem Präsidenten. In einem Interview mit Al Jazeera erklärte er: „Wenn die NATO nur darin besteht, dass wir Europa verteidigen, wenn es angegriffen wird, die uns aber die Nutzung ihrer Basen verweigern, wenn wir sie brauchen, dann ist das kein gutes Arrangement.“ Die Beziehung müsse nach dem Konflikt „grundlegend neu bewertet“ werden. Eine bemerkenswerte Wendung: Rubio selbst hatte 2023 als Senator ein Gesetz mitgetragen, das einem Präsidenten verbietet, ohne Zustimmung des Kongresses aus der NATO auszutreten.

Warum sich kein Staat beteiligen will

Trumps Empörung über die mangelnde Bündnistreue offenbart ein grundlegendes Missverständnis. Die NATO ist ein Verteidigungsbündnis. Artikel 5 des Nordatlantikvertrags greift ausschließlich, wenn ein Mitgliedstaat angegriffen wird. Kein NATO-Land wurde vom Iran angegriffen. Die USA und Israel haben diesen Krieg begonnen, ohne ihre Verbündeten zu konsultieren, ohne völkerrechtliche Grundlage und ohne UN-Mandat.

Das hat Luxemburgs Außenminister Xavier Bettel auf den Punkt gebracht: „Erpressung ist nicht das, was ich mir wünsche. Keiner von uns wurde direkt angegriffen. Es gibt derzeit keine Grundlage, Artikel 5 auszulösen.“ Auch Frankreichs Staatssekretärin Alice Rufo stellte klar: „Die NATO ist ein Militärbündnis für die Sicherheit des euroatlantischen Raums. Sie ist nicht dafür geschaffen, Operationen an der Straße von Hormus durchzuführen, die gegen das Völkerrecht verstoßen würden.“

In der Geschichte der NATO gab es nur einen einzigen Fall, in dem Artikel 5 aktiviert wurde: nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001. Trump versucht, diesen Präzedenzfall auf den Iran-Krieg zu übertragen, indem er die Ukraine als Vergleich heranzieht: „Wir waren automatisch da, auch bei der Ukraine. Die Ukraine war nicht unser Problem.“ Doch die Ukraine ist kein NATO-Mitglied, und die Unterstützung Kiews war eine strategische Entscheidung, keine Bündnisverpflichtung.

Die europäische Weigerung, Kriegsschiffe an die Straße von Hormus zu entsenden, folgt einer klaren Logik: Eine Sicherung der Meerenge, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Ölhandels läuft, wäre nur möglich durch eine umfassende militärische Niederlage Irans oder eine diplomatische Lösung. Beides erscheint derzeit unrealistisch. Eine militärische Beteiligung Europas würde den Konflikt vermutlich ausweiten, ohne die eigentliche Ursache zu beseitigen. 

Der Sprecher des deutschen Bundeskanzlers brachte es auf eine einfache Formel: Washington habe die Europäer vor dem Krieg nicht konsultiert und zu Beginn ausdrücklich erklärt, europäische Hilfe sei weder nötig noch erwünscht.

Der Iran-Krieg: Wo stehen wir?

Fünf Wochen nach Beginn der Offensive zeichnet sich keine schnelle Lösung ab. Die USA und Israel haben Ziele im gesamten Iran angegriffen. Mehr als 1.340 Menschen sind nach Angaben verschiedener Quellen getötet worden. Der Iran hat mit Raketen und Drohnen auf Israel und auf US-Stützpunkte in mehreren Ländern der Region reagiert. In Israel kamen dabei mindestens zwölf Menschen ums Leben. Golfstaaten wie Saudi-Arabien, Kuwait, Katar und die Vereinigten Arabischen Emirate meldeten iranische Angriffe auf ihrem Territorium.

Die Straße von Hormus ist seit Wochen faktisch gesperrt. Der Iran hat die Kontrolle über diese Meerenge zu seinem stärksten strategischen Hebel gemacht. Die Ölpreise liegen bei über 100 Dollar pro Barrel. Am Flughafen von Dubai traf eine iranische Drohne einen Treibstofftank. US-Aufklärungsdrohnen vom Typ MQ-9 wurden in zweistelliger Zahl zerstört. Ein US-Kampfjet des Typs F-15E wurde nach Berichten über iranischem Territorium abgeschossen.

Das Pentagon vermeldete zwar, 90 Prozent der iranischen Raketenkapazität sei zerstört oder beschädigt, 70 Prozent der Abschussrampen neutralisiert und über 150 Marineschiffe außer Gefecht gesetzt. Doch ein US-Beamter räumte gegenüber dem amerikanischen Rundfunksender NPR ein, dass die USA bislang lediglich ein Drittel der iranischen Raketenkapazität nachweislich ausgeschaltet hätten. Trumps Behauptung, das Atomwaffenziel sei „erreicht“, widersprach er selbst wenige Minuten später, als er einräumte, ein künftiger Präsident müsse die Sache womöglich erneut in Angriff nehmen.

Regimewechsel? Fehlanzeige

Was in westlichen Analysen zunehmend diskutiert wird: Der Iran könnte diesen Krieg strategisch anders bewerten als die USA. Die iranische Regierung ist stabil geblieben. Khameneis Sohn Mojtaba übernahm die Nachfolge, die Revolutionsgarden gewannen an Einfluss. Ein Regimewechsel, den Trump anfangs offen forderte, ist nicht eingetreten. 

Mehr noch: Vor dem Krieg war die Straße von Hormus trotz aller Spannungen 47 Jahre lang frei befahrbar. Jetzt ist sie gesperrt. Wie Foreign Policy es formulierte: Der Iran gewinne allein dadurch, dass er überlebt.

Die asymmetrische Strategie des Iran setzt auf ein Kostenungleichgewicht: Kostengünstige Drohnen gegen Hightech-Waffensysteme. Während die USA enorme Summen für Munition und Nachschub aufwenden, agiert der Iran mit Mitteln, die nur einen Bruchteil kosten. Berichten zufolge wurden zahlreiche US-Stützpunkte in der Region so stark beschädigt, dass Truppen verlegt oder unter improvisierten Bedingungen eingesetzt werden mussten. Die logistische Abhängigkeit von europäischen Basen ist dadurch gewachsen, was paradoxerweise genau jene Staaten in den Konflikt einbindet, die sich offiziell heraushalten wollen.

Die Golfstaaten, auf deren Territorium US-Basen liegen, sind durch iranische Gegenangriffe zu potenziellen Zielen geworden. Langfristig könnte das dazu führen, dass Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) und andere ihre sicherheitspolitische Zusammenarbeit mit Washington überdenken. Auch die Normalisierung der Beziehungen zu Israel, die vor dem Krieg unter dem Abraham-Abkommen voranschritt, steht unter neuem Druck. Und die Sperrung der Straße von Hormus wirkt als globaler Druckfaktor: Steigende Ölpreise treffen nicht nur Europa, sondern den gesamten Weltmarkt, einschließlich der USA selbst.

Trump selbst behauptete am 1. April, er erwarte ein Kriegsende „innerhalb von vielleicht zwei Wochen“. Vermittlungsbemühungen scheinen laut Wall Street Journal in einer Sackgasse zu stecken. Der iranische Präsident zeigte sich in einem offenen Brief an die USA zwar grundsätzlich offen für Diplomatie, die Fronten bleiben verhärtet. Irans Außenminister Araghchi stellte gegenüber Al Jazeera klar: „Man kann nicht in der Sprache von Drohungen und Ultimaten mit dem iranischen Volk sprechen. Wir setzen keine Frist für unsere Selbstverteidigung.“

Die NATO am Scheideweg

Was Trump als „Verrat“ der Verbündeten bezeichnet, ist in Wahrheit das Funktionieren eines Verteidigungsbündnisses nach seinen eigenen Regeln. Kein europäischer Staat hat die NATO verlassen oder ihre Verpflichtungen aufgekündigt. Sie haben lediglich abgelehnt, sich an einem Angriffskrieg zu beteiligen, den sie als völkerrechtswidrig betrachten.

Rechtlich steht Trumps Drohung auf wackeligen Füßen. Ein Gesetz aus dem Jahr 2023 verlangt für den Austritt aus der NATO die Zustimmung des Senats oder einen Kongressbeschluss. Ausgerechnet Rubio war einer der Co-Sponsoren dieses Gesetzes. Der britische Premierminister Keir Starmer reagierte betont gelassen auf Trumps Attacken und nannte die NATO „das wirksamste Militärbündnis, das die Welt je gesehen hat“. Er werde seine Position zum Iran-Krieg nicht ändern, auch nicht unter Druck.

Doch selbst ohne formellen Austritt kann Trump die NATO aushöhlen. Die US-Regierung erwägt bereits, Entscheidungsgewalt innerhalb des Bündnisses an die Höhe der Verteidigungsausgaben zu koppeln. Auch ein Abzug von US-Truppen aus Deutschland steht im Raum. Beides würde die Handlungsfähigkeit der Allianz erheblich schwächen.

NATO-Generalsekretär Mark Rutte, der sich durch bedingungslose Loyalität gegenüber Trump profiliert hat, steht in dieser Krise zunehmend isoliert da. Ein Analyst fasste die Lage gegenüber Global News so zusammen: „All die offene Feindseligkeit, die wir 2026 innerhalb der NATO erlebt haben, wäre etwas, das der Kreml in sein Traumtagebuch geschrieben hätte.“

Sánchez: Europas lauteste Stimme

Unter den europäischen Regierungschefs hat Sánchez die klarste Position eingenommen. Er hat den Krieg nicht nur als illegal verurteilt, sondern auch eine direkte Verbindung zu den Interessen der spanischen Bevölkerung hergestellt: „Dieser Krieg wird keine höheren Löhne bringen, keinen bezahlbaren Wohnraum und keine besseren öffentlichen Dienstleistungen.“

Seine Haltung trifft auf breite Zustimmung in Spanien. Umfragen zeigen, dass mehr als die Hälfte der Spanier Trumps Außenpolitik ablehnt. Am Tag des Kriegsbeginns gingen in Madrid Tausende gegen den Krieg auf die Straße.  Spaniens Regierung bleibt bei ihrer Linie, dass die Position auf Recht und Prinzipien basiert und keinen Bruch der strategischen Beziehungen bedeute. Die Militärbasen Rota und Morón stehen weiterhin für routinemäßige NATO-Aufgaben zur Verfügung. Spanische Marineeinheiten beteiligen sich an NATO-Einsätzen in der Türkei und vor Zypern. Eine Fregatte wurde ins östliche Mittelmeer entsandt, um nach iranischen Drohnenangriffen auf Zypern defensiven Schutz zu bieten.

Sánchez zog vor dem Parlament auch eine Parallele zur Vergangenheit: „Sie sagen, Spanien stehe allein. Das sagten sie auch, als wir als erste den Staat Palästina anerkannten. Dann folgten andere. Wir sind nicht allein. Wir sind die Ersten.“

Was auf dem Spiel steht

Der Konflikt im Iran hat die Brüche in der transatlantischen Partnerschaft offengelegt, die seit Trumps Rückkehr ins Weiße Haus immer tiefer werden. Grönland-Drohungen, Kanada-Annexionsfantasien, Handelskriege mit Verbündeten: All das war bereits vor dem 28. Februar Realität. Der Iran-Krieg hat diese Spannungen in eine ausgewachsene Krise verwandelt.

Europa steht vor einer unbequemen Wahrheit: Das Bündnis, auf das es sich seit 77 Jahren verlässt, wird von seinem mächtigsten Mitglied als Verhandlungsmasse benutzt. Trump verlangt Gehorsam, keine Partnerschaft. Er will ein Bündnis, das amerikanische Angriffskriege automatisch unterstützt. Das ist das Gegenteil dessen, wofür die NATO gegründet wurde.

Sánchez hat mit seiner Haltung einen Nerv getroffen, gerade weil sie so wenig radikal ist. Spanien verteidigt nichts anderes als das, was im Nordatlantikvertrag steht: kollektive Verteidigung, nicht kollektive Aggression. Dass diese Selbstverständlichkeit in der aktuellen Lage als mutiger Akt gilt, sagt mehr über den Zustand der westlichen Allianz als über die spanische Regierung.

Der Autor

Als Kenner der Costa Blanca lebt Alexander Gresbek seit vielen Jahren in der spanischen Region am Mittelmeer. Der Journalist und Buchautor befasst sich mit spanischer Kultur, Politik, Umwelt und Traditionen. Zu seinem aktuellen Titel Die Costa Blanca Für Kluge Köpfe (erhältlich bei amazon) hier die Buchrezension.

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Kommentare :

  • user
    Jakob 05/04/2026 um 18:03
    Genau, sehr sorgfältig beschrieben, ich stimme voll zu.