Buchrezension: Costa Blanca für Kluge Köpfe
2026 ist das Buch Costa Blanca Für Kluge Köpfe erschienen. Autor Alexander Gresbek beschreibt darin den Spannungsgrad zwischen Schein und Wirklichkeit einer Region im Spannungsgrad zwischen Kunst und Klischees, Paella und Pauschalurlaub, Sprachstress und Sorolla. Gut gemacht, vor allem für alle, die mehr über die spanische Mittelmeerregion wissen möchten als den Preis für das Doppelzimmer.
von Tobias Büscher
Es ist kein Reiseführer. Das betont Autor Gresbek schon in der Einleitung. Er hat sich durch Archive gewühlt, Interviews mit Anwohnern geführt und packt in den Band sein Wissen aus der achtjährigen Anwesenheit vor Ort.
Der gebürtige Engländer beleuchtet dabei so ziemlich alle Facetten der Region. Er erzählt von Salzwüsten und Bewässerungsanlagen, von Piraten und Malern, vom Krieg zwischen Mauren und Christen und der deutschen Parallelgesellschaft an der Mittelmeerküste: ehrlich, direkt und völlig frei von Postkarten-Deutsch.
Früher Logistikchef, heute Journalist
Der Autor ist bereits 2018 mit seiner Frau Anuschka an die Costa Brava gezogen. Der einstige Logistikchef verbrachte seine Kindheit in Südafrika und Deutschland. Unserem Magazin erzählt er am Telefon, dass er vielleicht auch deshalb schon immer einen Faible für das Reisen hatte. Daraus sind inzwischen einige Reiseführer und Fotobände entstanden, von denen Costa Blanca Für Kluge Köpfe sein jüngstes Werk ist.
Gresbek sagt: "Als ich vor acht Jahren an die Costa Blanca zog, sah ich das, was die meisten sehen: Strände, Sonne, Urlaubsatmosphäre. Schön, gewiss. Aber auch irgendwie austauschbar. Erst als ich länger blieb, erst dann begann ich zu verstehen: Diese Küste hat Schichten. Viele Schichten."
In seinem Buch kommen die Fallas genauso vor wie Bausünden, der lange Schatten Francos genauso wie die Geschichte der Fischerei. Gut recherchiert und mit vielen Belegen.
Fazit: Lohnt sich.
Das Buch gibt es für 23 Euro als Paperback bei amazon.
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