7.02.2014

Stararchitekt Calatrava auf Schadenersatz verklagt

Ein Gericht in der asturischen Hauptstadt Oviedo hat den spanischen Stararchitekten Santiago Calatrava zu 2,96 Millionen Euro Schadensersatz verklagt. Hintergrund sind Mängel an der Statik des Kongresspalasts in Oviedo.

von Tobias Büscher

Das ist heute ein schwarzer Freitag für den weltberühmten Stararchitekten Calatrava. Wie El País berichtet, muss der Architekt aus Valencia fast 3 Millionen Euro an den Bauherrn Jovellanos XXI in Oviedo überweisen.

Fußgängerbrücke iin Bilbao von Calatrava
Bitte nicht bei Regen: Calatrava-Brücke in Bilbao, tb

Geschwungene Formen, waghalsige Statik

Hintergund sind Mängel am 2011 eingeweihten Kongresspalast in Oviedo. Denn beim Bau des Palacio de Congresos, so schwungvoll er auch aussieht, kam es zu mehreren Unfällen. So waren Teile des Dachs abgestürzt, was den Bau deutlich verzögerte und um 3,4 Millionen Euro zusätzlich finanziell belastete.

Calatrava ist bekannt für waghalsige, ästhetisch wunderschöne Bauten. Dazu gehören die U-Bahn-Station an der Stelle des Ground Zero in New York sowie mehrere Kongresshallen und Bahnhöfe. Der viersprachige Mann mit seinen 16 Ehrendoktortiteln liebt aber vor allem geschwungene Brücken wie die "Weiße Brücke“ in Bilbao. Dumm nur: bei Regen rutschen die Bewohner darauf aus. Spaniens Architekten übernehmen anders als bei uns auch die Rolle des Bauingenieurs. Nicht immer sinnvoll, wie das Beispiel Calatrava zeigt.


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