Leuchttürme an der Costa Blanca
Die Leuchttürme der Costa Blanca sind mehr als malerische Postkartenmotive. Sie bilden ein hochpräzises Navigationssystem, das seit 170 Jahren Schiffe sicher durch eine der gefährlichsten Küstenabschnitte des Mittelmeers lotst. Leuchtfeuer machen das auch. Mit Lichtcode. Doch was bedeuten die?
Von Alexander Gresbek (Text; Grafik und Fotos)
Zwischen Dénia und Alicante leuchten sieben große Türme und Dutzende kleinere Hafenfeuer, jeder mit eigenem Rhythmus, jeder mit eigener Geschichte. Und während GPS-Geräte auf Schiffsbrücken längst Standard sind, bleibt das alte Licht unverzichtbar.
Was Leuchtfeuer von Leuchttürmen unterscheidet
Dénia – Wer abends am Hafen von Dénia steht und aufs Meer blickt, sieht ein faszinierendes Schauspiel: Drei grüne Blitze vom Dique Norte alle elf Sekunden, vier rote vom Dique Sur im gleichen Takt. Dazwischen das weiße Sektorfeuer, das den sicheren Kurs markiert. Dies sind keine Leuchttürme im klassischen Sinne – es sind Hafenfeuer, und der Unterschied ist präzise definiert.
Ein Leuchtturm (spanisch: faro) ist eine hohe, markante Struktur mit weißem Licht und großer Reichweite – 20 bis 30 Seemeilen, also 37 bis 55 Kilometer. Er dient tagsüber als weithin sichtbare Landmarke und nachts als Orientierungspunkt für die Ansteuerung der Küste aus offener See.
Ein Leuchtfeuer (baliza oder luz de puerto) hingegen ist kleiner, zeigt farbiges Licht – rot, grün, gelb oder seit neuestem auch blau – und reicht selten weiter als zehn Seemeilen. Leuchtfeuer markieren Fahrwasserseiten, Gefahrenstellen, Hafeneinfahrten. Sie sagen: Hier ist sicher, dort ist gefährlich, bleib auf diesem Kurs.
Das international gültige IALA-System (International Association of Marine Aids to Navigation and Lighthouse Authorities), seit 1979 weltweit standardisiert, regelt die Bedeutung der Farben. In Europa gilt beim Einlaufen in einen Hafen die Regel: „Rot an Backbord, Grün an Steuerbord" – die roten Zeichen bleiben links, die grünen rechts.
In Amerika und Japan ist es genau umgekehrt. Zusätzlich existieren Kardinalzeichen mit weißem Blinklicht, die anzeigen, auf welcher Seite einer Gefahrenstelle das sichere Wasser liegt. Dieses System funktioniert weltweit, sprachunabhängig, absolut eindeutig.
Dénias System der Hafenlichter
Dénia besitzt keinen klassischen Leuchtturm, jedoch ein ausgeklügeltes System von Hafenlichtern, das seit 1858 Leben rettet. Davor ereigneten sich durchschnittlich 1,2 Schiffbrüche pro Jahr an der schwierigen Hafeneinfahrt. Der irische Ingenieur Eduardo O'Kelly entwarf daraufhin La Faroleta – zwei übereinanderliegende rote Lichter, die Schiffen bei Annäherung den sicheren Kurs wiesen.
Wenn beide Lichter übereinander erschienen, war der Kurs korrekt. Rutschte das obere nach links oder rechts, musste korrigiert werden. Dieses geniale System funktionierte 154 Jahre lang, bis 2012, als es durch ein modernes Sektorfeuer ersetzt wurde.
Faro del Cabo de San Antonio: Schule der Leuchtturmwärter
Zwischen Dénia und Jávea thront auf dem Cabo de San Antonio der eigentliche Orientierungspunkt für die Ansteuerung aus See. Der Faro de San Antonio steht 175 Meter über dem Meeresspiegel – einer der höchstgelegenen Leuchttürme Spaniens – und sendet seit 1855 sein Licht über das Mittelmeer.
Allerdings wurde das erste Leuchtfeuer bereits am 30. April 1855 entzündet, während der heutige Bau erst 1861 vollendet wurde.
Der 17 Meter hohe weiße Turm mit 12-seitiger Laterne und dunkelgrüner Kuppel war mehr als nur ein Navigationslicht. Hier befand sich eine der wenigen Ausbildungsschulen für Leuchtturmwärter in ganz Spanien.
Linsen schleifen, Logbuch führen
Junge Männer lernten das Handwerk: wie man Linsen schleift und poliert, wie man Petroleum-Lampen wartet, wie man das Uhrwerk des Drehmechanismus aufzieht, wie man bei Sturm ruhig bleibt, wie man das Logbuch führt.
Die Schule wurde nie richtig konsolidiert und im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts aufgelöst, ersetzt durch theoretische Oppositionsprüfungen.
Von hier oben, wo die Klippen senkrecht ins Meer fallen und der Wind den Lentisco und das Esparto flach gegen die Erde drückt, ist Ibiza an klaren Tagen zu sehen. 80 Kilometer Mittelmeer liegen zwischen Kap und Insel – die kürzeste Distanz zwischen dem spanischen Festland und den Balearen.
Die Leuchtturmwärter kannten jeden Frachter, der diese Route fuhr. Sie erkannten die Schiffe an ihren Silhouetten, lange bevor andere sie sahen. Nachts, wenn das eigene Licht seine Kreise zog über das schwarze Wasser, zählten sie die Antworten: drei kurze Blitze von einem Tanker, zwei lange von einem Fischerboot.
Unter den Klippen erstreckt sich heute das Meeresschutzgebiet Cabo de San Antonio, eingerichtet 1993. Das Cabo selbst beherbergt Mikroreservate seltener Pflanzen, angepasst an Wind, Salz und mageren Boden.
Von den Aussichtspunkten sieht man im Süden die Bucht von Jávea mit dem Cabo de la Nao, im Westen den Montgó (753 Meter), im Norden den Golf von Valencia. An besonders klaren Tagen erahnt man sogar Mallorca am Horizont.
Cabo de la Nao: jüngster Turm, ältestes Acetylen-System
Jávea – Der Faro del Cabo de la Nao markiert den östlichsten Punkt der Provinz Alicante und besitzt eine besondere technische Bedeutung: Er war der erste Leuchtturm Spaniens mit Acetylen-Rotationssystem. Obwohl der Bau bereits 1902 in Auftrag gegeben wurde – und am 29. Dezember 1902 sogar Tests der drahtlosen Telegrafie zwischen der Halbinsel und Ibiza mit einem vom Valencianer Julio Cervera entwickelten System durchgeführt wurden – dauerte es bis zum 26. Mai 1928, bis die Glühbirne des Leuchtturms begann, die Nächte des Mittelmeers zu erhellen.
Diese außergewöhnliche Verzögerung hatte einen simplen Grund: die komplizierte Orographie des Gebiets. Es musste erst eine Straße gebaut werden, um die Baumaterialien transportieren zu können. Der Bau dieser Straße, die den Leuchtturm mit dem Viertel Duanes de la Mar verband, begann 1923 und dauerte fünf Jahre.
Seltsamerweise war der Faro de la Nao damit einer der letzten Leuchttürme, die in der Provinz Alicante in Betrieb genommen wurden, obwohl seine strategische Lage so entscheidend ist.
Der 20 Meter hohe, oktogonale weiße Turm erreicht mit seinem weißen Blitzlicht eine Reichweite von 23 Seemeilen (etwa 37 Kilometer). Als Kuriosum gilt, dass sowohl das optische System als auch das Drehsystem vom Leuchtturm Isla del Aire auf Menorca stammen, nachdem der dortige Turm umgebaut wurde.
Funkfeuer bei dichtem Nebel
Mitte des 20. Jahrhunderts wurde hier ein Funkfeuer installiert, das verschiedene akustische Signale aussendete – besonders nützlich für Segler an Tagen mit dichtem Nebel, wenn das Licht nicht sichtbar war.
Die Küste hier ist spektakulär. 15 ausgeschilderte Aussichtspunkte säumen die Steilklippen, die zerklüftete Felswände und versteckte Meereshöhlen wie die Cova dels Orguens offenbaren. Bei gutem Wetter reicht die Sicht bis Ibiza, und an außergewöhnlich klaren Tagen erscheint sogar Mallorca am Horizont – eine feine graue Linie zwischen Himmel und Meer.
Faro de l'Albir: einzig begehbarer Leuchtturm der Costa Blanca
L'Alfàs del Pi – Der Faro de l'Albir ist der einzige Leuchtturm der gesamten Region, den Besucher von innen besichtigen können. Seit 1863 in Betrieb und 2011 umfassend restauriert, beherbergt er heute ein Interpretationszentrum mit Ausstellungen zur Geschichte der Leuchtfeuer, zur Meeresbiologie der Region und zur Geologie der Serra Gelada.
Der Leuchtturm steht auf den Fundamenten der Torre Bombarda, eines Wachturms aus dem 16. Jahrhundert, der während der napoleonischen Kriege zerstört worden war. Die Piraten waren längst verschwunden, aber die Gefahr kam nun vom Meer selbst – von Riffen und Strömungen, von plötzlichen Stürmen.
Der Abschied der Leuchtturmwächter
Das Licht sollte Leben retten, und es tat es, Nacht für Nacht. In den 1960er Jahren verließen die letzten Leuchtturmwärter den Faro del Albir. Das Licht brannte weiter, nun automatisch gesteuert, präziser als jede menschliche Hand.
Der Weg zum Leuchtturm – ein fünf Kilometer langer Rundweg durch den Naturpark Serra Gelada – ist heute so komfortabel, dass man ihn sogar mit Kinderwagen und Rollstühlen bewältigen kann. Kaum Steigung, asphaltiert, mit mehreren Miradores und Bänken.
Unterwegs passiert man die alten Ockerminen, die bis zur ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts Rohstoff für die Textil- und Keramikindustrie lieferten, und die Cova del Bou – das Walmaul, wie die Höhle wegen ihrer Form genannt wird.
Von den Aussichtspunkten überblickt man die gesamte Bucht von Altea, umrahmt vom Puig Campana im Westen und dem Peñón de Ifach im Osten. Die Serra Gelada, seit 2005 Naturpark mit 5.564 Hektar (davon 4.900 im Meer), besitzt Klippen, die über 400 Meter senkrecht in die Höhe ragen. An manchen Tagen sieht man Delfine unten in der Bucht.
Tabarca und Santa Pola: Leuchttürme auf fossilem Korallenkalk
Santa Pola - Die Insel Tabarca vor Santa Pola beherbergt einen Leuchtturm mit bewegter Geschichte. Der Faro de Tabarca wurde 1854 erbaut und diente von 1867 bis 1943 als Spaniens einzige Leuchtturmwärter-Ausbildungsstätte – länger und intensiver als die Schule am Cabo de San Antonio. Hier wurden Generationen von Wärtern ausgebildet, die später an Spaniens gesamter Küste Dienst taten.
Nach mehreren Modernisierungen – zeitweise existierten sogar zwei Türme nebeneinander – beherbergt das neoklassizistische Gebäude heute ein biologisches Forschungslabor für das Meeresschutzgebiet, das 1986 als erstes Meeresreservat Spaniens eingerichtet wurde. Die Insel selbst ist nur 1.800 Meter lang und 400 Meter breit, dennoch ständig bewohnt von etwa 50 Einwohnern.
Strahlkraft: 23 Seemeilen
Der Faro de Santa Pola thront spektakulär auf einem geologischen Wunder: einem sechs Millionen Jahre alten fossilen Korallenatoll, das durch tektonische Hebung 138 bis 152 Meter über den Meeresspiegel gehoben wurde.
Von hier oben bietet ein moderner Metall-Skywalk Panoramablick auf die Insel Tabarca und die Küste bis nach Torrevieja. Der 1858 in Betrieb genommene Turm erreicht mit seinem Licht eine Reichweite von 23 Seemeilen.
Der Faro del Cabo de las Huertas in Alicante steht ebenfalls auf den Fundamenten eines Wachturms aus dem 16. Jahrhundert. Der ursprüngliche Turm von 1856 wurde 1956 durch den heutigen ersetzt und erreicht mit 25 Seemeilen die größte Reichweite aller Leuchttürme der Region.
Von Olivenöl zu LED: 170 Jahre Lichttechnologie
Die technologische Evolution der Leuchttürme liest sich wie ein Kompendium der Beleuchtungsgeschichte. Bis in die 1870er Jahre brannten die Lichter mit Olivenöl – jede Nacht mussten die Dochte mehrfach gekürzt, die Behälter nachgefüllt werden.
Die Revolution kam 1823 mit der Fresnel-Linse, benannt nach dem französischen Physiker Augustin-Jean Fresnel. Diese Linse besteht aus konzentrischen Ringsegmenten, die das Licht bündeln statt es zu streuen. Die Reichweite vervierfachte sich über Nacht.
Ein Schwede revolutioniert die Leuchtturmtechnik
Petroleum ersetzte ab den 1870er Jahren das Olivenöl – es brannte heller und gleichmäßiger. Dann kam Acetylengas ab 1900, noch heller, noch zuverlässiger. Der schwedische Ingenieur Gustaf Dalén revolutionierte 1912 die Leuchtturmtechnik mit seinem Sonnenventil – ein mechanisches Ventil, das bei Einbruch der Dunkelheit automatisch das Gas freigab und bei Tagesanbruch wieder sperrte.
Die ersten unbemannten Leuchttürme wurden möglich. Dalén erhielt dafür den Nobelpreis für Physik. Die LED-Umstellung begann um 2000 und ist heute fast vollständig. Eine 200-Watt-LED ersetzt traditionelle Lichtquellen von 500 bis 1.500 Watt, die Lebensdauer beträgt etwa zehn Jahre ohne Lampenwechsel. Solarbetrieb wird möglich, die Wartungsintervalle verlängern sich drastisch.
Dennoch bleibt das Grundprinzip dasselbe: Ein rotierendes Licht mit charakteristischem Blinkrhythmus, sichtbar über Dutzende Kilometer Meer.
Warum Leuchttürme im GPS-Zeitalter unverzichtbar bleiben
Warum Leuchttürme unverzichtbar bleiben
„Bei der Einfahrt in Häfen navigiert man nicht mit GPS, sondern mit Seezeichen" – so beschreibt es ein Kapitän, der seit 30 Jahren die Routen zwischen València und den Balearen fährt.
GPS-Systeme können ausfallen, Interferenzen unterliegen, bei extremem Wetter unzuverlässig werden. Militärische Übungen können GPS-Signale stören. Cyberangriffe könnten theoretisch Satellitensysteme lahmlegen.
Leuchttürme bieten visuelle Backup-Navigation, die nicht hackbar, nicht störbar, nicht vom Stromnetz abhängig ist. Jeder Turm besitzt ein einzigartiges Blinklichtmuster – die nautischen Karten verzeichnen diese sogenannte „Kennung".
4 weiße Blitze alle 20 Sekunden
Ein Seemann kann anhand der Kennung auch bei Ausfall aller elektronischen Systeme seine Position bestimmen. Der Faro del Cabo de la Nao sendet zum Beispiel vier weiße Blitze alle 20 Sekunden. Der Faro de l'Albir zeigt ein weißes Blinksignal alle fünf Sekunden. Unverwechselbar, eindeutig.
Moderne spanische Leuchttürme sind zusätzlich mit Differential-GPS-Stationen ausgestattet, die Korrektursignale für höhere Genauigkeit senden, und mit AIS-Systemen (Automatic Identification System) zur Schiffsverfolgung. Die romantische Figur des Leuchtturmwärters ist jedoch Geschichte.
Das spanische Leuchtturmwärter-Korps wurde 1992 gesetzlich aufgelöst. Heute sind fast alle Türme automatisiert und werden von Kontrollzentren fernüberwacht.
(Anm. d. Red.: Einen Katalog der geschützten Faros bietet die Webseite der spanischen Regierung an).
Infos zum Besuch der Leuchttürme
Faro de l'Albir (L'Alfàs del Pi)
Anfahrt: Von der N-332 Richtung Playa del Albir, Beschilderung „Parque Natural Serra Gelada" folgen. Großer Parkplatz (kostenlos) am Ende der Urbanisation.
Wanderung: 5 km Rundweg, asphaltiert, barrierefrei, geeignet für Kinderwagen und Rollstühle. Dauer: 1,5–2 Stunden. Im Sommer Fahrradverbot außer frühe Morgen-/späte Abendstunden. Hunde an der Leine erlaubt.
Interpretationszentrum: Di–So 10:00–13:30 Uhr, Eintritt frei. Im Sommer Nachtführungen möglich. Tel. 965 889 424 für Führungsbuchungen.
Beste Zeit: Früher Morgen oder Abend (weniger Hitze/Besucher). Sonnenuntergang spektakulär. Der Sendero Azul wurde mehrfach ausgezeichnet.
Cabo de San Antonio (Jávea/Dénia)
Anfahrt Auto: Von Jávea CV-736 Richtung Dénia, rechts auf CV-7362 (Carretera del Cap de Sant Antoni). Kostenloser Parkplatz am Ende, aber begrenzt. Hochsaison (Juli/August): Zugang oft gesperrt, dann Parken unten am „Aparcament Cap de Sant Antoni" + 15–20 Min. Fußweg.
Wanderweg PR-CV 355: Vom Hafen Jávea zum Leuchtturm, mittlere Schwierigkeit, 1–1,5 Std. Aufstieg. Festes Schuhwerk empfohlen. Spektakuläre Ausblicke auf Küste, Montgó, bei gutem Wetter bis Ibiza.
Am Leuchtturm: Nicht von innen besichtbar. Mehrere Aussichtspunkte mit Schutzgeländern, 360-Grad-Aussicht.
Beste Zeit: Früher Morgen für klare Ibiza-Sicht. Sonnenuntergang für dramatisches Licht.
Cabo de la Nao (Jávea)
Anfahrt: Von Jávea CV-736 südlich, Beschilderung „Cabo de la Nao" folgen. Gut asphaltiert durch Pinienwälder. Parkplätze am Ende der Straße, hochsaisonal schnell voll. Alternativ: Calle Enrique Granados.
Aussichtspunkte: 15 markierte Miradores entlang der Klippenküste. Der Portixol Viewpoint gilt als schönster.
Restaurants: Zwei Restaurants mit Panoramablick, Reservierung am Wochenende empfohlen.
Aktivitäten: Bootstouren zu Meereshöhlen ab Hafen Jávea. Kayakverleih an Stränden La Granadella und Portixol.
Beste Zeit: Frühe Morgenstunden für klare Ibiza-Sicht (80 km entfernt). Bei außergewöhnlich klarem Wetter sogar Mallorca sichtbar.
Faro de Tabarca (Insel vor Santa Pola)
Anfahrt: Fähre von Santa Pola (20 Min.), Alicante (60 Min.) oder Benidorm. Mehrere Verbindungen täglich, im Winter reduzierter Fahrplan.
Auf der Insel: Der Leuchtturm beherbergt heute ein biologisches Forschungslabor und kann nicht von innen besichtigt werden. Das neoklassizistische Gebäude ist von außen besichtbar. Die gesamte Insel (1,8 x 0,4 km) lässt sich zu Fuß in 2–3 Stunden erkunden.
Meeresschutzgebiet: Erstes Meeresreservat Spaniens (1986). Schnorcheln und Tauchen in ausgewiesenen Zonen.
Faro de Santa Pola
Anfahrt: Vom Zentrum Santa Pola gut ausgeschildert. Parkplatz am Mirador.
Mirador mit Skywalk: Metall-Aussichtsplattform über dem 138–152 m hohen fossilen Korallenatoll. Panoramablick auf Tabarca und Küste bis Torrevieja.
Beste Zeit: Sonnenuntergang, wenn das Licht die Felsformationen golden färbt.
Cabo de las Huertas (Alicante)
Anfahrt: Von Alicante-Zentrum Richtung Cabo de las Huertas, gut ausgeschildert. Parkplätze in der Nähe.
Besonderheit: Größte Reichweite (25 Seemeilen) aller Leuchttürme der Region. Auf historischem Wachturm aus dem 16. Jahrhundert.
Beste Fotozeit: Goldene Stunde bei Sonnenaufgang oder -untergang.

Weitere Tipps
Optimale Reisezeit: Frühling (März–Mai) oder Herbst (September–November) – angenehme Temperaturen, weniger Touristen, ideales Fotolicht. Im Sommer frühe Morgenstunden oder späten Nachmittag wählen.
Vollständige „Ruta de los Faros": Von Jávea bis Santa Pola mindestens drei Tage einplanen. Die Strecke lässt sich gut mit Strandbesuchen kombinieren – jeder Leuchtturm liegt in der Nähe spektakulärer Buchten.
Fotografen-Tipps: Goldene Stunde (eine Stunde nach Sonnenaufgang/vor Sonnenuntergang) für warmes Licht. Bei bedecktem Himmel entstehen dramatischere Bilder als bei strahlendem Sonnenschein. Weitwinkelobjektiv für Landschaft, Teleobjektiv für Details der Leuchtturmarchitektur.
Ausrüstung: Festes Schuhwerk für Wanderwege, Sonnenschutz, ausreichend Wasser (am Cabo de San Antonio und Cabo de la Nao gibt es keine Versorgung), Fernglas für Delfin-/Vogelbeobachtung.
Der Autor
Alexander Gresbek lebt seit vielen Jahren an der spanischen Mittelmeerküste. Der Journalist und Buchautor befasst sich mit spanischer Kultur und Traditionen. Zu seinem aktuellen Titel Die Costa Blanca Für Kluge Köpfe (erhältlich bei amazon) hier die Buchrezension.
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