Vamos a la Arena
Trump droht Spanien mit dem Abbruch der Handelsbeziehungen. Dazu muss man wissen: Arenero heißt auf Spanisch Sandkasten, Arena ist eine Stierkampfarena. Was sich die Trump-Regierung da gerade leistet, hat wohl mit beidem zu tun.
Ein Kommentar von Tobias Büscher
Wäre der amerikanische Präsident ein Torero, müsste er folgendes wissen: Stierkämpfer halten sich an die Kampfregeln, andernfalls werden sie suspendiert. Trump interessieren Regeln allerdings nada. Was hat der Herr Präsident im Beisein unseres Kanzlers wieder rumgetobt. Herrlich. Man müsste gerade für Sebastian Pufpaff die Gags schreiben dürfen für den Dienstagabend.
Diesen Spaniern werde er den Handelshahn zudrehen. Was die sich eigentlich einbilden, diese treulosen Iberer: Kaum etwas in die Rüstung stecken, dann auch noch X für Kids verbieten wollen. Und dann auch noch zwei Basen für sich beanspruchen, wo doch Trumps Kampfflieger tanken dürfen, wo immer sie wollen. Oje.
Handelsabbruch mit einem einzigen EU-Land geht gar nicht? Aber claro que sí: Wer einen Angriffskrieg gegen den Iran anzettelt trotz Regelverstoß, der kann sicher seine Wut auch an spanischen Produkten ausleben, wegen Regelverbot.
Sánchez hat direkt auf Trumps Äußerungen reagiert. Und gleich zu Beginn gesagt, das Resümee seiner Antwort lasse sich in vier Worten zusammenfassen: No a la Guerra. Nein zu dem Krieg.
Und nun? Wenn der Herr mit dem herrlichen Haar sein Ding durchsetzt, dann HOSTIA. Dann müssen die Spanier keine importierten Burger mehr essen und die Amerikaner bekommen keinen Safran, kein Olivenöl, keinen Rioja-Wein, keine Sargadelos-Keramik, keine valencianischen Paellapfannen. Entenmuscheln auch nicht. Olé.
Die nächste böse Komödie von Alex de la Iglesia kann daher nur heißen: Trumphausen.
Plott: Dackelt ein Donald-Hahn durch die Extremadura.

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