Bild mit einem Reiter auf einem Esel
Heute U-Bahn, gestern Esel-Transport. Bild aus dem Thyssen-Museum in Málaga

7.08.2014

Málaga hat nun eine U-Bahn

Seit Anfang des Monats August hat Málaga eine U-Bahn. Die Preise sind günstig. Andalusien ist damit die einzige Autonome Region mit zwei Metros.

von Marcos Fernández Vacas

Die andere Stadt in Andalusien mit einer U-Bahn ist Sevilla. Überhaupt gibt es nur sieben Städte in Spanien mit diesem Service. Traditionell setzt das Land im Südwesten Europas auf eine gut ausgebaute Infrastruktur mit Bussen.

12 Kilometer Strecke, 17 Stationen

Málaga hat immerhin 600 Millionen Euro in ihre U-Bahn  investiert. Die stetig steigenden Baukosten hatten zu einer fünfjährigen Verzögerung geführt, so die lokale Presse. Aber nun freuen sich die Einheimischen über zwei Linien mit 12 Kilometern Strecke und 17 Stationen. Am ersten Tag im Dienst haben über 48.000 Menschen die Metro benutzt. Die Stadtoberen setzen auf die Untergrundbahn als neue Touristenattraktion, die die Wirtschaft zu neuem Schwung verhilft.

Günstige Preise für zwei Linien

Attraktiv ist auf jeden Fall der Preis. Gerade mal 1,35 Euro kostet der Einzelfahrschein fürs Stadtgebiet. Sogar 0,66 Euro zahlen diejenigen Benutzer, die die Sonderangebote zu nutzen wissen. Selbstverständlich bietet die Metro von Málaga verschiedene Kundenkarten an. In einer Stadt wie Madrid kostet die einfache Karte 1,50 Euro, in Barcelona überteuerte 2,50 Euro. Beide Linien der andalusischen Stadt halten an der Station El Perchel. Dort haben reisende Anschluss an die Bahn und den regionalen sowie überregionalen Busstrecken.

Metros in Spanien sind rar

Ganze sieben Städte in Spanien verfügen über eine U-Bahn. Neben Barcelona, Madrid, Málaga und Sevilla, sind es Bilbao, Palma de Mallorca und Valencia. Die spanische Hauptstadt hatte die erste Metro ab 1919 mit heute fast 300 Streckenkilometern. Fünf Jahre später folgte die Konkurrentin Barcelona. Aber erst 1988 bekam Valencia als dritte Stadt eine U-Bahn. Zuletzt kam 2007 Palma hinzu, wo vor allem Studenten den unterirdischen Zug zur Uni nehmen. Nun ist Málaga am Zug, die bis 2017 mit dem kompletten Abschluss der Bauarbeiten rechnet.


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