Windmühle in La Mancha
Windmühle in der Trockenregion La Mancha © turespaña

30.05.2014

Südostspanien droht extreme Dürre

Der Südosten Spaniens erlebt die schlimmste Trockenzeit seit 150 Jahren. Die Staatliche Agentur für Meteorologie sagt für die Landwirtschaft eine extreme Dürre voraus. Zeitgleich sinkt der Wasserpegel der wichtigen spanischen Stauseen.

von Marcos Fernández Vacas

Seit September 2013 ist im Südosten Spaniens fast kein Regen gefallen. Es ist die trockenste Periode seit Beginn der Wetteraufzeichnung. Besonders betroffen sind Alicante und Valencia.

In manchen Zonen regnet es so gut wie nie

Weitere von Trockenheit bedrohte Städte sind Albacete, Almería, Cádiz, Cuenca, Málaga, Murcia und Teruel. Die Sprecherin der Staatlichen Agentur für Meteorologie (Aemet) beschreibt gegenüber der spanischen Presse die jetzige Trockenperiode als „historisch“. Die vorliegenden Daten sind beunruhigend. Es bleibe jedoch abzuwarten, wie die Lage sich auf der Halbinsel weiter entwickelt. Zwar sind Regenschauer für dieses Wochenende vorhergesagt, aber nicht im Südosten der Halbinsel. Hier hat es im beobachteten Zeitraum „fast um die Hälfte weniger im Schnitt geregnet“ als die Jahre zuvor, in manchen Zonen ging die Quote sogar runter auf 25%.

Gebirgsketten um Valencia halten die Wolken auf

Der Wasservorrat in den wichtigen Stauseen nimmt daher immer mehr ab. Im Schnitt sind sie zwischen 74 und 90% ausgelastet, in Júcar ist das Wasservorkommen aber schon auf nur 54% gesunken. Somit haben viele Landwirte beim Ackerbau enorme Probleme oder stehen sogar kurz vor dem Ruin. Speziell in der Region um Valencia hat die besondere Gebirgskonstellation einen negativen Einfluss auf das Wetter, da Wolken aus dem Westen die Höhen nicht überschreiten. Deshalb kommt es auch oft zu heftigen Gewittern, die zwar eine kurze Erholung bringen, aber von der Wassermenge her das Problem nicht lösen.

60 Monate ohne einen Tropfen Wasser

Eine bedrohliche Situation also, die aber im Süden der Iberischen Halbinsel nichts Neues ist.  In den letzten Jahrzehnten werden die Trockenperioden immer länger.  Zu Beginn der Wetterbeobachtung waren es 15 Monate Dürre in den bedrohten Gebieten Spaniens. Aber schon Anfang der 1990er Jahre ließen 60 Monate ohne einen Tropfen Wasser die Menschen verzweifeln. Spaniens Süden, meinen einige Umweltschützer, droht allmählich zu verwüsten.

 

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