Real Betis Balompié (Sevilla)

Der Fußballclub Betis Sevilla machte bei uns erst Schlagzeilen, als er den deutschen Fußballprofi David Odonkor engagierte. Dessen Stern ging bei der WM 2006 auf und kaum zwei Jahre später wieder unter. In Spanien selbst ist der Verein umso bekannter und spielt derzeit in der 2. Liga, während Stadtrivale FC Sevilla in Liga 1 kickt


von Christian Beck

Die zählbaren Erfolge von Betis sind schnell aufgelistet. Spanischer Meister 1935, Gewinn der Copa del Rey 1977 und 2005 sowie Teilnahme an der Champions League in der Saison 2005/2006. Dem gegenüber stehen elf Abstiege aus der Primera División (1. span. Liga), zuletzt 2009. Erst in der letzten Saison feierte Sevilla wieder die Rückkehr ins Oberhaus.



Balompié und Real Betis werden ein Club


1907 gründeten Studenten der technischen Schule den Verein Balompié Sevilla (Balompié heißt auf spanisch Fußball). 1914 schloss sich dieser Club mit dem Real Betis FC zusammen, einer Abspaltung des FC Sevilla. Betis ist der alte Name des Flusses Guadalquivir in Sevilla. Nach dieser Vereinigung gewann Betis den Titel “Campeón de Sevilla” im Finale gegen den ungeliebten Erzrivalen FC Sevilla. Regelmäßig kommt es bei den Derbies zu Zusammenstößen von „Fans“.

1932: bester Verein in Andalusien

Den ersten nationalen Titel errang Betis 1932 als Meister in der zweiten spanischen Liga. Daraufhin stieg der Verein als erstes andalusisches Team überhaupt in die Primera División auf. Im selben Jahr kam die Mannschaft auch in das Finale des spanischen Pokals - und verlor gegen Bilbao. Nach 1935 vollzog der Club dann einen Niedergang, der ihn in die zweite und sogar in die dritte Liga führte. Erst 1959 kehrte er ins Oberhaus zurück.

Durchwachsene Transfer-Bilanz

Beachtlich für den im Vergleich zu Real Madrid oder Barça kleinen Verein: Betis Sevilla hat 1998 mit dem Einkauf des Brasilianers Denilson für rund 31,5 Mio Euro den damals teuersten Transfer der Fußballgeschichte vollzogen. Mit ihm stieg Betis abermals ab, gewann aber 2005 zum zweiten Mal den spanischen Pokal. Insgesamt gilt der 63fache Nationalspieler allerdings als Fehleinkauf. Vergleichsweise günstig mit 6,5 Mio Euro Ablösesumme war David Odonkor. Aber weder er noch Betis blicken besonders zufrieden auf seine Zeit bei dem Club. Sie begann 2006, im Jahr nach Betis’ einziger Champions-League-Teilnahme, und endete 2011. In diesen Jahren spielte das Team zwei Saisons in der zweiten Liga und meldete auch einmal Insolvenz an. Nicht zuletzt wegen Verletzungen gab es kaum Einsätze für den deutschen Ex-Nationalspieler. Odonkor trainiert inzwischen wieder in Deutschland: in der 2. Liga bei Alemannia Aachen.

 

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