Tierisch schöne Tierwelt in Nordwestspanien

10 x Tiere gucken in Galicien. Wo leben die meisten Möwen, die wildesten Pferde? Wo sieht man Seekraken auf Augenhöhe und Esel beim Rennen. Und wo lassen sich Bären und Wölfe ohne Bisswunden bewundern? Hier auf unserer Webseite. Inklusive Tipps für den Besuch vor Ort, sobald Sie wieder mal nach Spanien reisen können.

von Tobias  Büscher

Vorgelagerte Inseln, Eichenwälder, Klippen und Sierras, dazu Flüsse, die in den Rías-Buchten münden. Die abwechslungsreiche Natur Galiciens ist ein Eldorado für viele Tiere. Zumindest für solche, die in Freiheit leben. Dazu zählen die Gelbfußmöwen und die Wildpferde. Hier ein Überblick.

1. Wildpferde

Wildpferde gibt es auf der Sierra Capelada nahe Betanzos, im Hinterland der Bucht Ría de Arousa und vor allem mitten in Galicien in Sabucedo, wo einmal im Jahr ein Wildpferderodeo stattfindet, genannt Rapa das Bestas.

Die Wildpferde im Bild unten habe ich bei einem Ausflug mit einem Jäger namens Samuel aus Sabucedo fotografiert. Jenseits des Rummels beim Rodeo im August. Er hat mir beigebracht, dass die Tiere sehr scheu sind.

Dass wir nur zu zweit auf sie zugegangen sind, war mein Glück. Denn sonst laufen sie zu schnell weg und man bräuchte für ein Foto schon ein Teleobjektiv wie Fotografen am Spielfeldrand.

2. Möwen

15.000 Gelbfußmöwen leben auf den Cíes-Inseln. Das ist Rekord weltweit. Dieses Bild entstand bei der Überfahrt von Vigo aus zu der Inselgruppe unter Naturschutz. Die Passagiere haben die ein oder andere Miesmuschel in die Luft geworfen, und die Möwen haben jede gefangen.

Die können aber noch ganz anders. Vor ein paar Jahren hat eine der Möwen mal eine GoPro-Kamera geklaut, eine Runde gedreht, dabei Luftaufnahmen gemacht und die Kamera dann unsanft wieder fallen lassen. Die Bilder von der Möwe waren vorübergehend ein Hit auf youtube.

3. Kühe

Über 22.000 Kühe leben im Landesinnern von Galicien, darunter nur wenige schwarzweiße Milchkühe, wie wir sie kennen. Die meisten sind laut der galicischen Regierung braune Kühe, die zwar kaum Milch abgeben, dafür aber für die Schlachter interessant sind.

Große Weiden befinden sich im Landesinnern, beispielsweise rund um Lalín.

Schlagzeilen machte dann aber doch eine Milchkuh mit Namen Rocío aus Taboada. 2019 gab sie 22.785 Liter Milch.

4. Meeresspinnen, Hummer, Kraken

Im Meeresmuseum von A Coruña tummelt sich die Unterwasserwelt. Meine Tochter Marie war begeistert von den Fütterungen der Delphine, dem Humboldt-Becken und den Booten, die sich auf dem Wasser fernsteuern ließen. Und natürlich hat sie auch Hummer und Seekraken gesehen.

Das gigantische Aquarium der Hafenstadt gehört zu den besten Museen Spaniens.

5. Bären und Wölfe

Leben in den Naturschutzgebieten einige. Vor allem der Bär ist seit 2019 wieder angesiedelt, in den Schutzgebieten Ancares und O Courel. Rund um Lalín sind noch Schutzwälle der Imker zu sehen, die einst den Honig vor Meister Petz schützten.

Wer die Tiere von Nahem und ohne Gefahr sehen möchte: Zoo Marcelle bei Lugo. Dort leben auch Wölfe, Pfauen und Gänsegeier.

6. Esel

Esel sind in ganz Spanien weit verbreitet. Der beste Ort, ein Eselrennen in ganz Spanien zu sehen, ist die Kleinstadt Escairón. Fernab von der Pilgerwelt Santiagos steigt dort im August die Formel 1 in Sachen IA.

Auch Andalusier und Basken kommen mit ihren störrischen Tieren dorthin. Nur beim Rennen kommt kaum einer ans Ziel.

7. Rebhühner und Auerhähne

Vor allem der Berg Monte Aloia nahe Tui ist ein Eldorado für Vogelfans. Hier sind neben Rebhuhn und Auerhuhn auch der Kuckuck unterwegs. Mehr dazu steht im Reisetaschenbuch Galicien & Jakobsweg, erschienen bei DuMont.

8. Schwäne und Gänse

Der Pazo de Oca heißt wörtlich übersetzt Gänselandhaus und befindet sich südliche der galicischen Hauptstadt Santiago de Compostela.

In dem Anwesen hat schon Pedro Almodóvar gedreht. Vor allem die Schwarzen Schwäne sind hier ein beliebtes Fotomotiv:

9. Hund und Katze

In den Landhäusern überall in Galicien sind Hunde und Katzen keine Seltenheit. Doch auch am Meer leben einige. So halten sich viele Fischer sogenannte Wasserhunde, die auf Deck ziemlich gut aportieren und übrigens auch zu Therapiezwecken in Psychiatrien eingesetzt werden.

10. Fabeltiere gucken

Einen besonderenen Hang zu Fabeltieren hat der galicische Künstler Nacho, der in seiner Keramikwerkstatt mit Blick auf den spanischen Atlantik unter anderem Nashornkühe herstellt.

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