Tier-Guide Spanien

Auf den unter Naturschutz stehenden Cíes-Inseln lebt die größte Gelbfußmöwenkolonie Europas. An der Costa Blanca ist der Seeregenpfeifer in Gefahr. Und in der Extremadura sind Ornithologen ganz begeistert von den Adlern und Gänsegeiern. Dann gibt es noch Wildpferde, Merinoschafe, Kabeljau und endemische Hasen. Spaniens Tierwelt ist also weit mehr als Schwein und Stier. Hier unser Überblick. 

von Tobias Büscher (Text und Fotos)

Der Guide zeigt 15 plus 3 der wichtigsten und bekanntesten Tiere Spaniens, die auf unserem Magazin ausführlich erklärt sind. Vom Delfin bis zum Luchs, vom Adler bis zum Wolf. Spaniens Regierung berichtet fortlaufend über die aktuelle Lage bezüglich des Tierschutzes in Spanien

Übrigens: Zu den Tieren gehört auch das Wildschwein. In Calpe, berichtet unser Korrespondent Alexander Gresbek, sind die Tiere kürzlich sogar bis in die Stadt vorgedrungen. Schaulustige hatten sie mit Futter gelockt.

15 plus 3 besonders wichtige Tierarten in Spanien

1. Iberischer Luchs – Laut Spanien Reisemagazin gibt es den Pardelluchs nur in Spanien und Portugal. Er ist etwa 45 bis 70 cm hoch, 75 bis 100 cm lang, wiegt gut zehn Kilo, ist meist nachtaktiv und jagt gerne Wildkaninchen. Luchs heißt auf Spanisch Lince. Die meisten von ihnen leben in Andalusien, vor allem im Doñana-Nationalpark und der Sierra Morena; Schutzprogramme wie LIFE LYNXCONNECT haben den Bestand deutlich erhöht. 

Hier geht es zu den Themen Iberischer Luchs, Schutz für den Iberischen Luchs und Interview zum spanischen Pardelluchs

2. Iberischer Wolf – Laut unserem Magazin ist der Iberische Wolf schlanker als der Eurasische Wolf, mit weißen oberen Lefzen und dunklen Markierungen an Vorderläufen und Rute. Er lebt vor allem im Nordwesten Spaniens nördlich des Duero, besonders in Kastilien-León, Galicien, Kantabrien und Asturien. Wolf heißt auf Spanisch Lobo.

Hier geht es zu den Themen Wölfe attakieren Wildpferde, Streit um den Spanischen Wolf und Wolfsgeheul in Spanien

3. Kantabrischer Braunbär – Nach Angaben von Spanien Reisemagazin leben freilebende Braunbären (Oso Pardo) vor allem in Asturien und Kantabrien, vereinzelt inzwischen auch wieder in Galicien. Die Tiere sind sehr menschenscheu; der Bestand hat sich in den letzten Jahren etwas erholt, doch Tierschützer warnen, dass sich die Population wieder verringert.

Hier geht es zu den Themen Bären in Spanien, Bären in den Pyrenäen und Nordspaniens Tierpark Cabárceno

4. Spanischer Kaiseradler – Unser Magazin beschreibt den Kaiseradler (Águila Imperiial) als Erfolg des spanischen Vogelschutzes. Er erreicht etwa zwei Meter Flügelspannweite, lebt vor allem in Südwestspanien, unter anderem in Doñana, den Montes de Toledo, der Sierra Morena und der Extremadura. Besonders gerne frisst er Kaninchen.

Hier geht es zu den Themen Spanischer Kaiseradler, Spaniens Tiere und Zoos
 
5. Mönchsgeier – Laut unserem Magazin ist der Mönchsgeier (Buitre Monjo) in Spanien besonders in Schutzgebieten gut zu beobachten. In der Extremadura nistet er an Steilhängen wie am Salto del Gitano im Nationalpark Monfragüe; auf Mallorca konnte sich der Bestand durch Schutzprogramme von wenigen Dutzend auf über 100 Tiere erholen.

6. Gänsegeier – Der Gänsegeier (Buitre Leonado) ist ein großer Aasfresser mit bis zu 2,70 m Flügelspannweite. Besonders in den Pyrenäen kreist er über Tälern und Steilhängen; er frisst vor allem Kadaver von Weidetieren und spielt als „Müllmann der Berge“ eine wichtige ökologische Rolle.

Hier geht es zu den Themen Geier auf Mallorca und Vogelparadies Extremadura

7. Spanischer Steinbock – Laut Spanien Reisemagazin ist der Steinbock (Capricornio) ein Wahrzeichen der Sierra de Gredos westlich von Madrid. Anfang des 20. Jahrhunderts war die dortige Unterart fast verschwunden, heute leben in der Region wieder weit über 10.000 Tiere, vor allem in felsigen Hochlagen.

Die Steinböcke erlebt man besonders schön beim Wandern in der Sierra de Gredos

8. Flamingo –Flamingos gibt es unter anderem in den Salinen von Es Trenc auf Mallorca. Dort nutzen sie flache Salztümpel als Lebensraum. Auch in anderen spanischen Feuchtgebieten gehören sie zu den auffälligsten und am leichtesten erkennbaren Wasservögeln. Kurioserweise nennen Spanier den Flamingo Flamenco, was aber nichts mit dem gleichnamigen Tanz zu tun hat.

9. Großtrappe – Spanien Reisemagazin verweist allgemein auf Spaniens offene Landschaften und vogelreichen Binnenregionen. Die Großtrappe (Avutarda) gilt dort als typischer Steppenvogel Zentralspaniens und zählt zu den schwersten flugfähigen Vögeln der Welt. Besonders oft sieht man die Vögel in der Extremadura.

Hier geht es zu den Themen Spaniens Nationalparks und Unterschied Natur- und Nationalpark

10. Rothirsch – Spanien Reisemagazin behandelt Spaniens Tierwelt regional und beschreibt viele waldreiche und gebirgige Lebensräume des Landes. Der Rothirsch (Ciervo Rojo) gehört in solchen Landschaften zu den bekanntesten größeren Wildsäugern und ist besonders im Herbst während der Brunft gut wahrnehmbar.

11. Wildschwein – In der spanischen Tierwelt ist das Wildschwein (Jabalí) weit verbreitet und sehr anpassungsfähig. Im Kontext der von Spanien Reisemagazin beschriebenen Wälder, Gebirge und ländlichen Räume zählt es zu den häufigsten größeren Wildtieren.

12. Europäisches Wildkaninchen – Unser Magazin betont die Schlüsselrolle des Wildkaninchens (Conejo Silvestre) für das Ökosystem der Iberischen Halbinsel. Vor allem für den Iberischen Luchs und auch für den Spanischen Kaiseradler ist es eine zentrale Beuteart; Krankheiten wie Myxomatose und RHD haben die Bestände stark getroffen.

Hier geht es zu den Themen Medienrummel in Spanien: Stier statt Kaninchen sowie Spaniens Hasen

13. Fischotter – ihre Lieblingsorte sind Feuchtgebiete, Flüsse und geschützte Naturräume als wichtige Lebensräume vieler Tierarten. Der Fischotter (Nutria) steht dabei beispielhaft für relativ intakte Gewässer und ist ein typisches, wenn auch oft verborgen lebendes Säugetier solcher Regionen.

14. Pardelroller oder Ginsterkatze – Im thematischen Überblick von Spanien Reisemagazin zu Spaniens Tierwelt passt die Ginsterkatze (Gato de Ayer) zu den heimlichen, überwiegend nachtaktiven Säugetieren bewaldeter und buschreicher Landschaften. Sie wird seltener beobachtet als bekanntere Großsäuger, ist aber charakteristisch für mediterrane Lebensräume.

15. Delfine und Wale – Spanien Reisemagazin hebt die maritime Tierwelt Spaniens besonders rund um die Kanaren hervor. Wal- und Delfinbeobachtung gilt dort als wichtiges Naturthema; sie zeigt, dass Spaniens Artenvielfalt nicht nur an Land, sondern auch im Atlantik und Mittelmeer besonders groß ist. Delfin heißt auf Spanisch Delfín, Wal Ballena.

Weiterführende Themen: Whalewatching auf Gomera, Gomeras Nationalpark

16. Pura Raza Española  –  Die edlen Pferde (Caballos) Andalusiens sind seit Jahrzehnten der Stolz der Andalusier. Und teuer obendrein. Zum Artikel Pura Raza Española 

17. Menorquiner – Menorquiner sind zumeist schwarze, drahtige Pferde von der Insel Menorca, die vor allem an San Juan (Johannisnacht) der Star der Balearen sind. Vor allem weil sie sehr lange auf den Hinterläufen vorwärts kommen. Zum Artikel Menorquiner auf Menorca

18. Wildpferde  – Seit 2026 zeigt Arte Mediathek den Film Wie wilde Tiere. In der Anfangsszene ist ein Wildpferdrodeo zu sehen namens Rapa das Bestas. Die kleinwüchsigen Tiere leben ansonsten in Freiheit in Galicien. 

Zu den Artikeln Rapa das Bestas und  Wildpferde in Spanien

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Kommentare :

  • user
    Donald 07/06/2026 um 11:14
    Sehr schöner Beitrag. Mein Lieblingstier: der Trüffelhund