Teneriffas berühmteste Tieranlage Loro Parque
Orka tanzt mit Trainer im Loro Parque

Loro Parque Teneriffa

Gorillamännchen entdecken bei klassischer Musik ganz neue Seiten an sich. Orkas sind in Tanzlaune und Seepferdchen bei Kindern beliebt. Der Loro Parque unter deutscher Leitung ist die Hauptattraktion für Teneriffas Touristen.



Name: Loro Parque Teneriffa/Loro Park Teneriffa

Region: Kanaren / Islas Canarias

Größe: 13,5 Hektar


Tierbestand: 4500 Tiere in 570 Arten

Öffnungszeiten:  tgl. 8.30 – 18.45 Uhr  (Kassenschluss 16 Uhr)

Eintrittspreise 2017: Erwachsene 34€, Kinder von 6 bis 11 Jahre 23€

Tipp: etwas günstiger beim Onlinekauf.


Webseite: loroparque.com auch auf Deutsch, Englisch und Russisch

Adresse: Loro Parque, Avenida Loro Parque, s/n, 38400 Puerto de la Cruz
Telefon (+34) 922 373 841

Papageien - Paar im Loro Parque, Teneriffa, Spanien
Papageien-Paar

Vom Vogelpark zum Zoo

Der Loro Park liegt im Norden Teneriffas in der Hafenstadt Puerto de la Cruz. Anfangs als kleiner Vogelpark eröffnet, expandierte er zu einem der schönsten Zoos Spaniens. Neben über 4000 Papageien leben hier mittlerweile auch viele exotische Tiere unterschiedlicher Arten. Außer Tigern, Flachlandgorillas, Reptilien und Delfinen besitzt der Park auch ein Aquarium in dem nicht nur die Haie sehenswert sind.



Papageienparadies mit Auftrag


1972 gründete der Kölner Wolfgang Kiessling den Loro Parque (zu deutsch Papageien Park) mit der Idee, hier eine Aufzuchtstation für bedrohte Papageienarten zu errichten. Aus den anfangs 150 Vögeln ist mittlerweile die größte Papageiensammlung der Welt entstanden. Die Aufzuchtstation „La Vera“ im Park leistet mit ihrer Arbeit einen wesentlichen Anteil zum Erhalt bedrohter Arten. Einerseits ist sie „Aufbewahrungsort“ der genetischen Vielfalt und fördert andererseits durch den Verkauf einzelner Vögel die Loro Parque Fundación. Eine Stiftung für Artenschutzprojekte auf der ganzen Welt, in denen bedrohte Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum geschützt werden.

 


Arktis im Sonnenparadies


Highlights sind sicherlich die vielen Papageien im Loro Park und der für das kanarische Klima besonders aufwändige Planet Penguin. Hier leben in einer Eislandschaft vier arktische Pinguinarten. Damit sie sich auch richtig wohl fühlen, produzieren Eismaschinen bis zu zwölf Tonnen Schnee am Tag. Besonders stolz ist der Park auf seine Orcas. Begegnungen mit Schwertwalen sind in europäischen Zoos aufgrund der problematischen Haltungssituation selten, aber dennoch beeindruckend. Immerhin tummelt sich die größte Delfinart im Loro Park in 22,5 Millionen Litern Meereswasser direkt aus dem Atlantischen Ozean.

 

Affe im Zoo von Teneriffa
Nicht nur Papageien ...

Ein Herz für Männer

Willkommen in der Männergruppe des Loro Parks. Sieben Gorillamännchen teilen sich hier ein Gehege. 1992 wurde dieses Konzept erstmals in einem europäischen Zoo verwirklicht. Die Gorillas kommen aus der ganzen Welt nach Teneriffa. Sei es aus Platzmangel oder weil sie eine zu starke Konkurrenz für den ortsansässigen Haremschef geworden sind und Konflikte eskalierten. Der Loro Park begreift sich als eine Art Auffangstation für die Silberrücken. Doch für die meisten Gorillas ist das nicht die letzte Wohnstätte. Wenn ein Platz als Haremschef in einem anderen Zoo frei wird, bekommen sie eine neue Chance zur Führung einer Gorillagruppe. Damit trägt der Loro Park wesentlich zum Erhalt und zur Mischung des Genpools der Flachlandgorillas bei.

 


... und am Abend ins klassische Konzert


Trotz des weitläufigen Geheges mit Wasserfall, abwechselungsreicher Landschaft und Vegetation kommt es auch mal zu Konflikten in der Machogesellschaft. Sie laufen aber im Gegensatz zu anderen Primaten eher glimpflich ab. Während Schimpansen schon mal plötzlich handgreiflich werden, reicht bei den Gorillas meist schon ein scharfer Blick oder ein kleiner angedeuteter Schlag des Ranghöchsten, um den Streit zu beenden. Wenn alle Besucher den Park verlassen haben, bekommt die Gruppe ein besonderes Gute-Nacht-Ständchen. Klassische Musik geleitet die Männer in ihre Nachtunterkünfte. Schon in den 1980er Jahren haben wissenschaftliche Studien belegt, dass Musik auch auf Gorillas beruhigend wirkt. Gerade wenn einmal Unruhe in der Gruppe herrscht, wirkt die klassische Musikbeschallung laut eines Tierpflegers extrem deeskalierend.

 

 

Text: Stefan Kalassa, Fotos aus „Tierische Persönlichkeiten im Loro Parque“ © Ulrich Brodde

 

Weiterführende Links

 

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