Die Eichen des Habario de Pendes
Der Habario de Pendes in der kantabrischen Gemeinde Liébana ist bekannt für seine Jahrhunderte alten Kastanienbäume. Die Gegend am Rande der östlichen Picos de Europa ist für Forscher ein Juwel, weil hier weit weg von Industrie und Overtourism die Natur noch in Ordnung ist.
von Tobias Büscher
Der Habario oder Castañar de Pendes ist flankiert von den Bergdörfern Pendes und Cabañes und auf einer Höhe von knapp über 500 Metern die Heimat von fast 200.000 alten Eichenbäumen.
Damit ist das Naturhighlight in Kantabrien fast so wichtig wie das größte Eichenwaldgebiet Muniellos weiter westlich in Asturien.
Pferde grasen hier, Molche quaken, Spechte klopfen, und dann sind da noch die Eichhörnchen, Mönchsgeier, Zaunkönige und Wiedehopfe mit ihren gelblich-markanten Federhauben.
Und rund um die Fußballtoren grasen am Fuße der Picos de Europa viele Pferde, siehe Foto.
Pilze, Flechten und Mammutbäume
Die alten Kastanien sind auch wichtig für Pilze, Flechten und Wespen. Als im Herbst 2025 ein Feuer in der Gegend ausbrach, rückten die Einsatzkräfte sofort an. Habario de Pendes ist jedem Naturschützer in Spanien ein Begriff.
Übrigens gibt es neben den vielen Kastanien in der Gegend noch eine andere beachtliche Baumart: 40 Meter hohe Riesenmammutbäume. Sie stehen im Schatten des Bergs Corona nahe der Ortschaft Cabezón de la Sal.
Naturfreaks hatten die Bäume aus Kalifornien schon in den 1940er Jahren dort angepflanzt.




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