Donostia alias San Sebastián, Strandpromenade
Concha-Bucht in San Sebastián (Donostia)

Baskenstadt San Sebastián

San Sebastián liegt formvollendet an der muschelartigen Bucht Bahía de la Concha in Nordspanien. 2016 wird die Stadt (baskisch: Donostia) gemeinsam mit dem polnischen Breslau Kulturhauptstadt Europas sein.

 

San Sebastián, das baskische Donostia (180 000 Ew.), besticht durch seine Lage: Das Seebad liegt an den beiden ins Meer ragenden Bergen Monte Urgull und Monte Igueldo, zwischen denen sich muschelförmig die Bahía de la Concha erstreckt. In der Bucht liegt die Insel Santa Clara, zu der ab dem Hafen Boote fahren.

Flaniermeile an der Muschelbucht

Die wunderbare Flaniermeile entlang der Bucht mit den Stränden Concha (Muschel) und Ondarreta wirkt ebenso anziehend wie die Patina der alten Jugendstil-Gebäude, die engen Altstadtgassen mit den Köstlichkeiten der Tapa-Bars und das milde Klima, das im 20. Jh. die spanische Aritstokratie anlockte und die Stadt zu einem weltberühmten Seebad werden ließ. Auch wenn die Stadtherren unlängst ein hypermodernes Kongresszentrum an der östlichen Seite des Río Urumea bauen ließen, haftet San Sebastián noch immer das Ambiente der Belle Epoque an.

Baskische Köche der Extraklasse

Eine weitere Attraktion ist die spanienweit einzigartige Kochkunst der Bewohner. Die ausschließlich Männern vorbehaltenen Kochklubs (sociedades gastronómicas) entwickelten eine erlesene kulinarische Richtung, die baskische Hausmannskost mit verfeinerter französischer nouvelle cuisine verbindet. Überhaupt geht es nobel zu in der keineswegs armen Stadt mit ihren Konditoreien, Restaurants, stilvollen Hotels und Kinosälen. Ob man nun vom Monte Igueldo einen weiten Blick auf die Stadt genießt, aus der Vielfalt der tapas am Bartresen wählt oder vor der Kulisse mondäner Bauwerke in die Wellen des Atlantiks springt: San Sebastián ist immer eine Reise wert.

San Sebastián und sein Filmfestival

Keine Stadt in Spanien rühmt sich so vieler preisgekrönter Köche wie diese. Und keine Stadt hat ein so wichtiges Filmfestival (im September). Überall in den Tavernen der Altstadt kann man kleine Tapahäppchen probieren, beispielsweise Thunfischsalat, Seekrake oder den geräucherten Schafskäse idiazabal in der Casa Alcalde. Sie ist eine Institution der Tapa-Bars und liegt mitten im Zentrum in der Calle Mayor Nummer 18. Am Ende dieser Gasse mit zahlreichen Einkaufsshops erhebt sich die Iglesia de Santa María unmittelbar vor dem Stadtberg Monte Urgull. An der barocken Fassade sieht man den pfeildurchbohrten Schutzpatron der Stadt: San Sebastián. Von hier aus ist es ein Katzensprung zum Museo de San Telmo. Das Stadtmuseum zur baskischen Kulturgeschichte beherbergt ein Renaissance-Dominikanerkloster aus dem 16. Jh. Mehr zur Geschichte.

Sehenswertes in San Sebastián

Eine überdimensionale Christusstatue (1950) überragt die Reste einer Festung, verstreute Gräber und eine Bar mit Aussichtsterrasse. Am alten Hafen liegt das moderne Meeresmuseum Aquarium. Auf mehreren Stockwerken sind Rochen, Haien und tropische Fische zu sehen, ein origineller Glasgang führt sogar einige Meter durch die Meereslandschaft. Danach spätestens sollte man sich an der Strandpromenade Paseo de la Concha den Wind um die Ohren pfeifen lassen. Entlang einiger Discos, Strandbars und dem Palacio Miramar, den der englische Architekt Selden Wornum 1893 für die spanische “Queen” María Cristina bauen ließ, geht es weiter zum *Monte Igueldo. Am Ende der Playa Ondarreta fährt eine Strandseilbahn (im Sommer bis 22 Uhr) auf den Gipfel, von wo man den schönsten Blick auf die Stadt hat.

 

Infos zu San Sebastián:

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Offizielles Portal der Stadt:

www.sansebastianturismo.com

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