Ujué in Navarra
Ujué (baskisch: Uxue) ist ein Dorf mit 200 Einwohnern in der Region Navarra und liegt 50 km südöstlich der Hauptstadt Pamplona. Es gehört zu der Liste der schönsten Dörfer Spaniens, was vor allem an der Festungskirche Santa María liegt.
Von Tobias Büscher
Ende September jeden Jahres kommt es zur Party in Ujué. Zur Hirtenkrümel-Party. Dann verarbeiten die Anwohner in bunten Küchenschürzen ihre Lieblingsspeise migas al pastor. In riesigen schwarzen Pfannen auf Gasflamme.
Hinein kommen getrocknete Brotkrumen, Trauben, Chorizo-Wurst, Schmalz, Öl, Knoblauch und Wasser.Natürlich gibt es dazu Ujué-Rosé aus Plastikbechern. Und die Gassen sind voller Besucher, die fast alle aus Navarra selbst anreisen, aus Olite, aus Pamplona, aus der nahen Winzerhochburg Unx.
Teil der schönsten Dörfer Spaniens
Ujué, dessen Name sich vom baskischen Wort uxua für Taube ableiten soll, ist im 11 Jahrhundert jedenfalls keine Friedenstaube gewesen. Hier entstand einer der wichtigsten Verteidigungsorte Navarras gegen die Mauren im Süden.
Das sieht man auch an der Kirche Santa María de Ujué, die eher aussieht wie eine Festungsanlage XXL. Und so einige Mauerreste sind erhalten, weshalb Ujué unter besonderem kulturellen Schutz steht.
Das Dorf ist Teil der Route der schönsten Dörfer Spaniens (Los Pueblos más Bonitos de España). Und reiht sich ein in historische Orte wie Albarracín, Castillo de Polvozares, Mondoñedo und Mora de Rubiellos.
Panoramablicke: Von den Aussichtspunkten aus sehen die Anwohner bei klarem Wetter nicht nur die Sierra de Leyre, sondern auch die weit entfernten hohen Pyrenäenberge.






