Goldenes M: Hochhaus Intempo in Benidorm

202 Meter, 15 Jahre Bauzeit, ein weltweiter Skandal: Benidorms goldenes M. Das Intempo in Benidorm sollte 2009 fertig sein. Stattdessen stand Europas höchstes Wohngebäude jahrelang als goldenes Skelett an der Costa Blanca, sichtbar von der gesamten Küste, aber unbewohnbar. Zwei Baufirmen gingen pleite, 13 Arbeiter stürzten in einem Aufzug ab, die BBC berichtete weltweit über fehlende Fahrstühle – die Meldung war frei erfunden. 

von Alexander Gresbek (Text, Fotos und Illustrationen)

2021, nach 15 Jahren Chaos, wurde das 202-Meter-Monument endlich vollendet. Die Geschichte dahinter ist symptomatisch für Spaniens Immobilienblase und zeigt, warum Benidorm heute mehr Wolkenkratzer pro Kopf besitzt als jede andere Stadt der Welt.

Manhattan am Mittelmeer: Warum Benidorm nach oben baut

Benidorm – Wer sich der Stadt vom Meer aus nähert, erblickt ein ungewöhnliches Panorama: eine Skyline, die eher an Manhattan als an ein mediterranes Küstenstädtchen erinnert. Zwischen den Dutzenden Hochhäusern ragt ein Gebäude besonders hervor – nicht nur wegen seiner 202 Meter Höhe, sondern vor allem wegen seiner Form.

Das Intempo sieht aus wie ein gigantisches goldenes M, das in den Himmel geschrieben wurde. Zwei schlanke Türme erheben sich parallel zueinander, um sich in über 100 Metern Höhe durch einen umgekehrten diamantförmigen Kegel zu vereinen.

Wolkenkratzer als Weltrekord

Benidorm ist eine Anomalie. Mit rund 70.000 Einwohnern besitzt die Stadt 108 Wolkenkratzer – mehr Hochhäuser pro Kopf als jede andere Stadt der Welt. Diese vertikale Entwicklung ist kein Zufall, sondern das Ergebnis einer städtebaulichen Entscheidung, die in den 1950er Jahren getroffen wurde. Als der Massentourismus die Costa Blanca erreichte, entschied sich Benidorm bewusst für Hochhäuser statt für die horizontale Zersiedelung, die andere Küstenorte prägt.

Der städtische Architekt José Luis Camarasa, der über vier Jahrzehnte die Stadtentwicklung prägte, formulierte es so: "In 50 Jahren hat Benidorm 30.000 Wohnungen gebaut. Diese Zahl wurde anderswo an der Küste manchmal in wenigen Jahren hochgezogen." Das vertikale Bauen sollte die Landschaft schonen, Freiflächen erhalten und gleichzeitig die enorme Nachfrage nach Unterkünften befriedigen.

Das Ergebnis: Benidorm ist heute weltweit die Stadt mit den meisten Wolkenkratzern pro Einwohner. In Europa rangiert die Stadt bei der Konzentration hoher Gebäude auf Platz drei, hinter London und Mailand. Allerdings ist diese Konzentration einzigartig – während London und Mailand ihre Hochhäuser über große Stadtgebiete verteilen, drängen sich in Benidorm die Türme auf wenigen Quadratkilometern am Strand.

Giganten vor dem Intempo: Wer kämpfte um die Krone?

Bevor das Intempo die Skyline dominierte, kämpften andere Hochhäuser um die Vorherrschaft. Den Anfang machte die Torre Levante, die 1985 mit 120 Metern Höhe fertiggestellt wurde und direkt am Levante-Strand steht – der charakteristische blaue Turm ist bis heute ein Wahrzeichen der Strandpromenade.

Im Jahr 2001 wurde Neguri Gane vollendet – ein 145 Meter hoher Wohnturm mit 43 Stockwerken und charakteristischer zylindrischer Form. Der Name stammt aus dem Baskischen und bedeutet Höhe der Winterstadt. Neguri Gane war damals Spaniens höchstes Wohngebäude und verfügt über einen Pool auf dem 26. Stock, der den Bewohnern einen spektakulären Rundumblick bietet.

Doch bereits ein Jahr später wurde es entthront. Das Gran Hotel Bali eröffnete 2002 nach 14 Jahren Bauzeit. Mit 186 Metern Höhe, 52 Stockwerken und 776 Zimmern war es nicht nur Benidorms neuer Gigant, sondern auch das höchste Gebäude Spaniens – ein Titel, den es bis November 2007 hielt, als Madrids Torre Espacio es überholte. Das Gran Hotel Bali bleibt bis heute Europas höchstes Hotel.

Das Hotel ist ein ingenieurtechnisches Meisterwerk mit 18 Aufzügen, computergesteuerten Brandschutzsystemen und einer öffentlich zugänglichen Aussichtsplattform auf dem 45. Stock. Der Mast auf dem Dach bringt die Gesamthöhe auf 210 Meter. Besonders spektakulär: Das Hotel dient seit 2008 als Austragungsort der Base Jump Extreme World Championship, bei der Fallschirmspringer von der Spitze des Gebäudes abspringen.

Im Jahr 2007 folgte die Torre Lúgano mit 158 Metern und 43 Stockwerken. Ihre Besonderheit: Die Lage auf einem Hügel am Rand der Sierra Helada lässt sie vom Meeresspiegel aus gemessen 237 Meter erreichen – damit ist sie der höchste Punkt der Skyline von Benidorm, zumindest aus dieser Perspektive.

Die Vision: Zwei Türme, ein Kegel, 269 Luxuswohnungen

Am 19. Januar 2006 stellten die Architekten Roberto Pérez-Guerras und das Büro Olcina & Radúan ihr Design für das Intempo vor. Das Konzept war spektakulär: Zwei parallele Türme, 20 Meter voneinander entfernt, verbunden durch einen umgekehrten Kegel zwischen dem 38. und 44. Stockwerk. Mit 47 Stockwerken und 269 Luxuswohnungen sollte es Europas höchstes Wohngebäude werden.

Das Projekt fiel mitten in den spanischen Immobilienboom. Die Zeiten waren euphorisch, die Kredite flossen reichlich, die Immobilienpreise kannten nur eine Richtung: nach oben.

Die 2004 gegründete Bauherrengesellschaft Olga Urbana erhielt 2005 einen Baukredit der Caixa Galicia in Höhe von 93 Millionen Euro – bei einer Eigenbeteiligung von gerade einmal 3.100 Euro. Diese absurd niedrige Eigenkapitalquote zeigt, wie rücksichtslos die Banken in jenen Jahren Kredite vergaben.

Der Baubeginn erfolgte 2007, die Fertigstellung war für 2009 vorgesehen. Zwei Jahre Bauzeit für ein 200-Meter-Hochhaus – ambitioniert, aber nicht unmöglich. Zum Vergleich: Das Empire State Building wurde in einem Jahr und 45 Tagen fertiggestellt.

Allerdings sollte das Intempo die Bauzeit des Empire State um mehr als das Zehnfache übertreffen.

Pleiten, Unfälle, Jahre des Stillstands

Im September 2008 platzte die globale Immobilienblase. Lehman Brothers ging bankrott, die Weltwirtschaft stürzte in die schwerste Krise seit den 1930er Jahren. Spanien, dessen Wirtschaft massiv vom Bau- und Immobiliensektor abhängig war, traf es besonders hart. Bereits im Juli 2009 meldete die Baufirma Estructuras Aliben Konkurs an. Die Bauarbeiten kamen zum Stillstand.

Als sie schließlich fortgesetzt wurden, geschah dies unter chaotischen Bedingungen. Bis zum 23. Stockwerk mussten die Arbeiter täglich zu Fuß hinaufsteigen – kein funktionierender Bauaufzug, keine vernünftige Logistik. Die Verzögerungen häuften sich, die Kosten explodierten.

Gigantisches goldenes Skelett

Am 30. Juni 2011 ereignete sich eine Katastrophe: Ein provisorischer Bauaufzug stürzte etwa 20 Stockwerke in die Tiefe. 13 Arbeiter waren an Bord, zwei erlitten schwere Verletzungen. Der Unfall machte deutlich, unter welch prekären Bedingungen an dem Prestigeprojekt gearbeitet wurde.

Die Fertigstellung wurde mehrfach verschoben: von 2009 auf 2011, dann auf 2014, schließlich auf Dezember 2013. Doch keine dieser Fristen wurde eingehalten. Die finanzierende Bank Caixa Galicia ging ebenfalls bankrott. Im Dezember 2012 übernahm die staatliche Bad Bank SAREB (Sociedad de Gestión de Activos procedentes de la Reestructuración Bancaria) den Kredit für rund 50 Millionen Euro – etwa die Hälfte des ursprünglichen Kreditvolumens. Im Dezember 2014 ging auch Olga Urbana in Konkurs.

Das Intempo stand da wie ein gigantisches goldenes Skelett, sichtbar von der gesamten Küste, aber unbewohnbar. Ein Monument der gescheiterten Träume, ein Mahnmal des Größenwahns.

Fahrstuhl-Skandal: Eine Fake-News erreicht die Welt

Im August 2013 erreichte die Negativberichterstattung einen bizarren Höhepunkt. Ein Blogger behauptete, Europas höchstes Wohngebäude habe keine funktionierenden Aufzüge – die obersten 27 Stockwerke seien nur über die Treppe erreichbar. Die Geschichte war zu absurd, um wahr zu sein, und zu gut, um sie nicht zu verbreiten. Sie ging viral.

BBC, The Guardian, Der Spiegel, Focus, Stern und zahlreiche andere Medien übernahmen die Geschichte ungeprüft. Die Erklärung schien plausibel: Das Gebäude sei ursprünglich für 20 Stockwerke geplant gewesen, dann aber auf 47 erweitert worden. Die Aufzüge seien für die ursprüngliche Höhe dimensioniert und könnten nun nicht mehr bis ganz nach oben fahren.

Das Narrativ passte perfekt ins Bild vom gescheiterten spanischen Prestigeprojekt.

Der Skandal hatte nur einen Haken: Er stimmte nicht. Tatsächlich verfügte das Intempo über sechs voll funktionsfähige Aufzüge – drei in jedem Turm – plus zusätzliche Serviceaufzüge. Eine spanische Journalistin hatte bereits Monate zuvor über eine problemlose Fahrt bis zum 45. Stock berichtet.

Die Architekten protestierten vehement und forderten Richtigstellungen. Nach Tagen korrigierten einige Medien ihre Berichte, doch der Schaden war angerichtet.

Das Intempo war zum weltweiten Symbol für Inkompetenz geworden – zu Unrecht. Die Geschichte zeigt, wie schnell sich Falschmeldungen verbreiten, wenn sie ins vorherrschende Narrativ passen. Das gescheiterte spanische Immobilienprojekt ohne funktionierende Aufzüge war eine zu gute Story, um sie zu hinterfragen.

Die Rettung: Florentino Pérez und das Comeback

Die Wende kam 2018. Das Investmentunternehmen SVP Global übernahm das Projekt für einen nicht genannten Betrag. In Zusammenarbeit mit Florentino Pérez – dem Präsidenten von Real Madrid und Chef des Baukonzerns ACS, einem der größten Bauunternehmen der Welt – wurde ein Plan zur Fertigstellung entwickelt.

Die gesamte technische Infrastruktur musste nachgerüstet werden. Die ursprünglich geplanten 269 Wohnungen wurden auf 256 reduziert, um größere, luxuriösere Einheiten zu schaffen. Die Ausstattung wurde komplett überarbeitet. Im Juli 2021 (15 Jahre nach der ersten Präsentation, 12 Jahre nach dem geplanten Fertigstellungstermin) – wurde das Intempo offiziell vollendet.

Höchstes Wohngebäuder der EU

Das fertige Gebäude ist in mehrfacher Hinsicht bemerkenswert: Mit 202 Metern Höhe ist es das höchste Wohngebäude der Europäischen Union, das höchste Gebäude Spaniens außerhalb Madrids und das fünfthöchste Gebäude des Landes insgesamt.

In Madrid stehen die vier höheren Gebäude allesamt im Cuatro Torres Business Area: die Torre de Cristal (249 Meter), die Torre Cepsa (248,3 Meter), die Torre PwC (236 Meter) und die Torre Espacio (230 Meter). Alle vier sind Bürotürme, keine Wohngebäude.

Im europäischen Vergleich wird das Intempo nur von Moskaus Neva Towers mit 354 Metern übertroffen – wobei Russland geografisch gesehen nur teilweise zu Europa gehört. Innerhalb der EU ist das Intempo unangefochten der höchste Wohnturm.

Luxus in 200 Metern Höhe: Was das Intempo heute bietet

Die Ausstattung ist spektakulär. Auf dem 46. Stock befindet sich ein Infinity-Pool – einer der höchstgelegenen Europas. Von hier oben scheint das Wasser direkt ins Mittelmeer überzugehen, während 200 Meter tiefer die Wellen an den Strand rollen. Das 47. Stockwerk beherbergt eine Cocktail-Lounge mit Panoramablick, die an klaren Tagen bis nach Ibiza reicht.

Die goldene Diamantstruktur, die die beiden Türme verbindet, enthält Wellness-Bereiche mit Sauna, türkischem Bad und beheizten Innenpools. Die Architekten nutzten diesen Raum, der ursprünglich nur strukturelle Funktion haben sollte, um zusätzliche Gemeinschaftsflächen zu schaffen. Die Wohnungspreise bewegen sich zwischen 250.000 Euro für kleinere Einheiten und über 3,5 Millionen US-Dollar für die Penthouse-Wohnungen mit 360-Grad-Blick.

Die beiden Türme sind nicht identisch. Jeder hat seinen eigenen Grundriss, seine eigene Verteilung der Wohnungen. Die Verbindung durch den Kegel schafft eine asymmetrische Balance – von bestimmten Blickwinkeln wirkt das Gebäude wie eine Skulptur, die sich gegen die Schwerkraft stemmt.

Die M-Form: Tribut an Madrid oder Zufall?

Eine Legende rankt sich um die Form des Gebäudes. Die beiden Türme, die durch den Kegel verbunden sind, bilden von bestimmten Blickwinkeln aus ein M. Manche behaupten, dies sei ein Tribut an Madrid und die Terroranschläge vom 11. März 2004 (im spanischen Sprachgebrauch: 11-M). Die beiden parallelen Türme stünden für die Zahl 11, die Diamantstruktur forme das M.

Diese Interpretation ist poetisch, allerdings wurde sie nie von den Architekten bestätigt und scheint eine nachträgliche Deutung zu sein. Roberto Pérez-Guerras hat in Interviews betont, dass die Form primär aus strukturellen und ästhetischen Überlegungen entstand. Die Verbindung der beiden Türme durch einen umgekehrten Kegel schafft nicht nur ein spektakuläres visuelles Element, sondern versteift auch die gesamte Struktur gegen Windlasten.

Dennoch bleibt das M im kollektiven Gedächtnis. Manche sehen darin auch ein M für "Millionen" – die Millionen, die das Projekt kostete. Andere ein M für "Misswirtschaft". Der spanische Journalist José Luis Aranda schrieb in El País: "Der Name Intempo beschwört einen gewissen Widerstand gegen das Vergehen der Zeit herauf und hätte nicht besser gewählt werden können."

Der TM Tower: Der nächste Gigant steht schon bereit

Das Intempo wird seinen Titel als höchstes Wohngebäude Spaniens nicht lange behalten. Nur 50 Meter entfernt entsteht bereits der TM Tower. Im August 2025 genehmigte der Stadtrat diesen 230 Meter hohen Wohnturm mit 64 Stockwerken. Entwickelt von der TM Grupo Inmobiliario, soll er 260 Wohnungen beherbergen und über 10.000 Quadratmeter Gemeinschaftsflächen verfügen.

Die Ausstattung ist noch spektakulärer als die des Intempo: mehrere Pools, Fitnesscenter, Kino, eine Sky Bar auf dem 63. Stock und sogar ein astronomisches Observatorium. Die Fertigstellung ist für die zweite Hälfte 2028 geplant, bei Preisen zwischen 530.000 Euro und 3,4 Millionen Euro. Mit 230 Metern wird der TM Tower zum vierthöchsten Gebäude Spaniens aufsteigen und unter den reinen Wohntürmen der höchste des Landes werden.

Benidorm baut also weiter nach oben. Die Frage ist allerdings, ob die Nachfrage diese Entwicklung rechtfertigt. Der Immobilienboom der 2000er Jahre endete katastrophal. Die aktuelle Hochphase wird von anderen Faktoren getragen – internationale Investoren, digitale Nomaden, wohlhabende Rentner aus Nordeuropa. Dennoch bleibt die Erinnerung an die Krise, an die Jahre der leerstehenden Bauruinen. 

Monument der Beharrlichkeit

Das Intempo ist mehr als ein Gebäude. Es ist ein Monument, das die Extreme der jüngeren spanischen Geschichte verkörpert: den spekulativen Überschwang der Boomjahre, den brutalen Zusammenbruch der Finanzkrise, die Jahre des Stillstands und schließlich die mühsame Erholung.

15 Jahre vom ersten Entwurf bis zur Fertigstellung – länger als der Bau des Burj Khalifa (828 Meter, sechs Jahre Bauzeit), länger als das Empire State Building (381 Meter, ein Jahr und 45 Tage Bauzeit). Selbst Benidorms eigenes Gran Hotel Bali brauchte mit 14 Jahren weniger Zeit. Das Intempo steht für Beharrlichkeit, allerdings nicht immer die freiwillige Art.

Heute dominiert das goldene M die Skyline von Benidorm. Von der Autobahn, vom Strand, von der See aus ist es der unübersehbare Orientierungspunkt. Es erinnert an die Hybris der Boomjahre, aber auch an die Fähigkeit, aus Ruinen etwas Neues zu schaffen.

Ob das Intempo ein architektonisches Meisterwerk oder ein überdimensioniertes Monument der Gier ist, darüber lässt sich streiten. Unbestritten ist: Es existiert. Gegen alle Widerstände, gegen alle Prognosen, gegen alle Skandale.

Und solange Benidorm weiter nach oben baut – und der TM Tower zeigt, dass dies der Fall ist – wird das Intempo als Zeuge einer turbulenten Epoche in den Himmel ragen. Ein goldenes M, das für Millionen steht, für Misswirtschaft vielleicht, aber vor allem für un monumento a la persistencia – ein Monument der Beharrlichkeit.

Praktische Infos zu Benidorm

Adresse: Av. de Sevilla, 29, 03503 Benidorm, Alicante
Mit dem Auto von Alicante: AP-7 oder N-332 Richtung Benidorm, Ausfahrt Benidorm Este
Parkplätze: Öffentliche Parkgaragen in der Umgebung (ca. 2–3 € pro Stunde)
Öffentliche Verkehrsmittel: Von Alicante: Straßenbahn Línea 9 (TRAM) bis Benidorm. Innerhalb Benidorms: Stadtbusse Línea 1 und 2 halten in der Nähe
Vom Flughafen Alicante: Direktbus nach Benidorm (ca. 1 Stunde, 8–10 €)

Besichtigung und Aussichtspunkte

Intempo selbst: Das Gebäude ist ein privates Wohnhaus. Die Lobby, der Pool auf dem 46. Stock und die Cocktail-Lounge sind ausschließlich für Bewohner und deren Gäste zugänglich. Es gibt keine öffentlichen Führungen.

Beste Aussichtspunkte auf das Intempo

Gran Hotel Bali – Aussichtsplattform (45. Stock)  tgl. 10-24 Uhr, Eintritt 4 €, Kinder 3 €
Elevator-Fahrt in 45 Sekunden nach oben: 360-Grad-Rundumblick auf die gesamte Skyline. Das Intempo ist von hier aus perfekt zu fotografieren
Mirador del Castillo: kostenlos zugänglich. Auf dem Hügel zwischen Playa de Poniente und Playa de Levante. Besonders schön bei Sonnenuntergang. Panoramablick auf beide Strände und die Skyline

Vom Meer aus 

Bootstouren ab Hafen Benidorm (ab 15 € pro Person). Die klassische Perspektive: Skyline vom Wasser aus. Beste Zeit: Nachmittags bei schrägem Licht
Playa de Poniente. Der westliche Hauptstrand. Kostenlos, jederzeit zugänglich. Von hier wirkt das Intempo besonders imposant
Beste Fotozeit: Früher Morgen mit Gegenlicht

Beste Reisezeit für Benidorm

Frühling (April–Juni):
Angenehme Temperaturen (18–28°C)
Weniger überlaufen als im Sommer
Ideales Fotolicht
Meerwasser noch kühl (16–20°C)
Sommer (Juli–August):
Sehr heiß (30–35°C)
Hochsaison, Strände überfüllt
Längste Öffnungszeiten der Aussichtspunkte
Meerwasser warm (24–26°C)
Herbst (September–Oktober):
Optimale Reisezeit
Temperaturen noch warm (22–28°C)
Weniger Touristen
Meerwasser angenehm warm (22–24°C)
Winter (November–März):
Mild (12–18°C), aber für Strandurlaub zu kühl
Sehr günstige Hotelpreise
Viele Hotels und Restaurants geschlossen
Ideal für Architekturfotografie ohne Menschenmassen

Übernachten mit Skyline-Blick
Luxus:
Hotel Bali (186 m hoch): Ab 120 € pro Nacht, spektakuläre Aussicht garantiert
Gran Hotel Delfín: 5-Sterne, direkt am Strand, Zimmer mit Intempo-Blick ab 150 €
Mittelklasse:
Hotel RH Princesa: 4-Sterne, gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, ab 80 €
Sandos Benidorm Suites: Adults-only, Infinity-Pool mit Skyline-Blick, ab 100 €
Budget:
Hotel Rosamar: Einfach, aber sauber, ab 45 €
Apartamentos Paraíso 10: Selbstversorger-Option, ab 60 €

Fotografen-Tipps
Beste Tageszeit: Blaue Stunde (ca. 30 Min. nach Sonnenuntergang), wenn das Intempo beleuchtet ist und sich der Himmel blau färbt.
Beste Spots:
Gran Hotel Bali Aussichtsplattform (mit Weitwinkel 16–24mm)
Playa de Poniente am Morgen (Teleobjektiv 70–200mm)
Mirador del Castillo bei Sonnenuntergang (Weitwinkel + Stativ)

Kulinarisches mit Aussicht

Restaurants mit Intempo-Blick:
Altitude Skybar (Gran Hotel Bali, 43. Stock): Cocktails ab 12 €, spektakuläre Aussicht
La Cava Aragonesa (am Hafen): Meeresfrüchte, Blick auf Skyline vom Wasser aus
L'Aparador del Mar: Gehobene mediterrane Küche, Terrasse mit Meerblick
Empfohlene Gerichte: Arroz a banda (typischer Reis aus Alicante), Gambas rojas de Dénia (rote Garnelen), Tarta de Turrón (Nougat-Kuchen, lokale Spezialität)

Kombi-Tipps

In Benidorm:
Terra Mítica (Themenpark): 15 Min. mit dem Auto, ab 30 €
Aqualandia (Wasserpark): Direkt in Benidorm, ab 35 €
Mundomar (Meerestierpark): Delfine, Seelöwen, Pinguine, ab 27 €

In der Umgebung:
Guadalest (30 km): Malerisches Bergdorf, Stausee, ca. 45 Min. Fahrt
Altea (10 km): Künstlerstadt mit weißer Altstadt, 15 Min. Fahrt
Villajoyosa (7 km): Bunte Häuserfassaden, Chocolaterie Valor, 10 Min. Fahrt

Zeitplanung
Minimal (nur Skyline-Fotos): 2–3 Stunden Empfohlen (Gran Hotel Bali Aussicht + Strand + Altstadt): Halber Tag Komplett (mit Tagesausflug Guadalest): 1–2 Tage

Der Autor

Als Kenner der Costa Blanca lebt Alexander Gresbek seit vielen Jahren in der spanischen Region am Mittelmeer. Der Journalist und Buchautor befasst sich mit spanischer Kultur und Traditionen. Zu seinem aktuellen Titel Die Costa Blanca Für Kluge Köpfe (erhältlich bei amazon) hier die Buchrezension.

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