Kloster Sobrado dos Monxes
Das Kloster Santa María de Sobrado dos Monxes in der Provinz A Coruña gehört zu den wichtigsten Zisterzienserklöstern Nordspaniens. Es entstand im 10. Jahrhundert auf Initiative der Benediktiner und ging im 12. Jahrhundert an die Zisterzienser über.
von Tobias Büscher
Schon damals fungierte das Monasterio in Galicien auch als Pilgerherberge am Jakobsweg Camino del Norte. Aktuell kümmern sich 16 Geistliche um das Wohl der Jakobswanderer.
Zu ihnen gehören Enrique Mirones und Carlos Gutiérrez, die einst durch einen Fernsehbeitrag inspiriert von Santander aus hierher kamen. Und die sich daran erinnern, wie der gesamte Komplex noch im Jahr 1955 als eines der ältesten Zisterzienser-Klöser Spaniens eine einzige Ruine war.
Inzwischen ist der Komplex als geschütztes Kulturgut aufwändig restauriert worden, auch mit massiver Hilfer der Regierung in Santiago.
Alles ist wieder aufgebaut: Die barocke Klosterkirche mit einer ziemlich mächtigen Kuppel, die beiden großen Kreuzgänge und mehrere Nebengebäuden. In einem der Kreuzgänge ist die Pilgerherberge untergebracht, gegessen wird im einstigen Pferdestall.


Etappenziel auf dem Weg nach Santiago
In der hohen Fassade ist Nuestra Señora de la Asunción zu sehen, die Schutzpatronin des Ordens. Ein Kuriosum ist die gotische Klosterküche aus dem 13. Jahrhundert, die schon lange nicht mehr in Funktion ist. Dafür ist die Webseite erstaunlich aktuell und gut gestaltet.
Im Sobrado-Kloster finden den ganzen Sommer über Konzerte statt, auch Carlos Nuñez ist hier schon mit seinem Dudelsack aufgetreten.
Pilger, die auf dem Jakobsweg nach Santiago de Compostela unterwegs sind, haben von Sobrado aus noch gut zwei Etappen vor sich. Santiago liegt 58 km südwestlich.


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