Die schönsten Städte Andalusiens in unserem Guide

Sevilla, Granada, Córdoba, Málaga und Cádiz sind als Städte in unserem Andalusien-Guide ausführlich vertreten. Sie gehören zu den Highlights beim Besuch in Südspanien und lassen sich durch eine Rundreise wunderbar besuche, Den Link zur PDF als Gratisdownload gibt es unten im Text inklusive.

Unser Autor Alexander Gresbek hat die wichtigsten Sehenswürdigkeiten dieser Städte zusammengetragen, gibt Tipps zum Besuch, zu den Preisen und zur besten Jahreszeit.

Sevilla: Hitze, Flamenco, Barockpaläste

Charakter und Atmosphäre

Sevilla ist die Hauptstadt Andalusiens und mit rund 685.000 Einwohnern die viertgrößte Stadt Spaniens. Sie liegt am Guadalquivir, dem einzigen schiffbaren Fluss Spaniens, der einst die Goldflotten aus der Neuen Welt bis in die Stadtmitte trug. 

Dieses koloniale Erbe ist überall sichtbar: in der Größe der Kathedrale, im Pomp des Alcázar, in den Palästen der Kaufmannsfamilien. Die Stadt hat zwei Gesichter. Im Frühling, wenn Orangenbäume blühen und die Temperaturen bei 25 Grad liegen, ist Sevilla schwer zu überbieten.

Im Juli und August, wenn das Thermometer regelmäßig auf 40 Grad und darüber klettert, leert sich die Innenstadt nachmittags. Die Hitze ist kein romantisches Detail, sondern ein ernstes Gesundheitsthema. Sightseeing ist dann nur morgens vor 11 Uhr und abends ab 20 Uhr sinnvoll.

Sevilla ist die Hochburg des Flamencos, die Stadt der Semana Santa und der Feria de Abril. Zwischen diesen Großereignissen ist sie eine lebendige, selbstbewusste Metropole mit einer der aktivsten Tapas-Szenen Spaniens.

Sehenswürdigkeiten Sevilla mit Eintrittspreisen

Die drei großen Monumente Sevillas – Kathedrale, Alcázar und Plaza de España – liegen fußläufig beieinander. Ein voller Besichtigungstag reicht für alle drei, wenn man früh anfängt. Die Kathedrale von Sevilla ist die größte gotische Kathedrale der Welt. Ihr Bau begann 1401 auf den Fundamenten einer Almohadenmoschee. Das ehemalige Minarett, die Giralda, dient seit dem 16. Jahrhundert als Glockenturm. 

Der Aufstieg erfolgt über 35 Rampen (keine Stufen) und belohnt mit einem Rundblick über die Dächer der Altstadt. Im Inneren liegt das Grab von Christoph Kolumbus. 2025 verzeichnete die Kathedrale über 2,3 Millionen Besucher.

Der Real Alcázar ist der älteste noch genutzte Königspalast Europas. Pedro I. ließ 1364 den Mudéjar-Palast errichten, der maurische Ornamentik mit gotischen Elementen verbindet. Die 
Gärten erstrecken sich über mehrere Terrassen und Innenhöfe. Der Palast diente als Drehort für Game of Thrones (Dorne). Besuchszeit: mindestens 90 Minuten.

Die Plaza de España wurde 1929 für die Iberoamerikanische Ausstellung errichtet. Der halbkreisförmige Bau mit Kanal, Brücken und 48 Provinzwappen-Kachelbänken ist einer der 
meistfotografierten Orte Spaniens. Die geplante Eintrittsgebühr ab 2026 ist politisch umstritten.

Essen und Tapas in Sevilla

Sevillas Tapas-Szene gehört zu den besten Spaniens. Im Gegensatz zu Granada wird hier jede Tapa einzeln bestellt und bezahlt (2–4,50 € pro Stück). Das Prinzip: Eine Tapa pro Bar, dann weiterziehen.

Triana (westlich des Guadalquivir): Casa Anselma für spontanen Flamenco und Tapas, Bar Pepe Hillo, Mercado de Triana für frischen Fisch. Santa Cruz/Centro: Bodeguita Romero
(Pringá-Montadito, ein Klassiker), Casa Morales (seit 1850, Sherry vom Fass). Alameda: El Rinconcillo (älteste Bar Sevillas, seit 1670), Duo Tapas. Feria-Achse: Eslava (kreative Küche, Warteschlange ab 20:30).

Typisch sevillanisch: Espinacas con garbanzos (Spinat mit Kichererbsen), Pringá (Fleischeintopf als Montadito), Pavías de bacalao (Stockfisch im Bierteig), Cola de toro (Stierschwanz-Eintopf).

Praktische Hinweise Sevilla

Anreise: Flughafen SVQ (9,7 Mio. Passagiere 2025), 10 km östlich. Bus EA (Línea Especial Aeropuerto) alle 30 Min. in die Innenstadt, ca. 4 €. Taxi 25–30 €. Bahnhof Santa Justa: AVE aus Madrid (2 h 20), Avant aus Córdoba (45 Min.) und Granada (2 h 30). Nahverkehr: Metro (1 Linie), Tram (1 Linie), Stadtbusse Tussam. Altstadt am besten zu Fuß. Umweltzone (ZBE): Seit 2023, betrifft v.a. ältere Dieselfahrzeuge.

Sicherheit und Touristenfallen

Sevilla ist insgesamt eine sichere Stadt. Das Hauptrisiko sind Taschendiebstähle, besonders in Santa Cruz, rund um die Kathedrale, am Bahnhof Santa Justa und in überfüllten Bussen. Rucksäcke nach vorn tragen, keine Wertsachen im Auto lassen.

Touristenfallen: Überteuerte Restaurants direkt an der Kathedrale und am Guadalquivir-Ufer. Wer zwei Straßen weiter geht, zahlt die Hälfte.

Flamenco-Shows variieren stark in Qualität – Tablaos mit fester Bühne und professionellen Tänzern bevorzugen (Casa de la Memoria, Tablao El Arenal). Straßen-Flamenco (gegen Spende) wird oftmals an touristischen Plätzen wie dem Plaza de España dargeboten und variiert in Qulaität. Manchmal improvisiert und kein authentischer Flamenco.

Granada: Charakter und Atmosphäre

Granada liegt am Fuß der Sierra Nevada, auf 738 Metern Höhe. Die Stadt hat rund 230.000 Einwohner, dazu kommen 60.000 Studenten der Universität – eine der ältesten Spaniens, gegründet 1531 von Kaiser Karl V. Diese studentische Prägung macht Granada jünger, lauter und günstiger als Sevilla.

Zwei Hügel dominieren das Stadtbild: der Sabika-Hügel mit der Alhambra und der gegenüberliegende Albaicín, das ehemalige maurische Viertel. Dazwischen fließt der Río Darro durch eine enge Schlucht. Der Blick vom Mirador de San Nicolás auf die Alhambra vor der Kulisse der Sierra Nevada gehört zu den berühmtesten Panoramen Europas.

Granada war bis 1492 die letzte maurische Bastion auf der Iberischen Halbinsel. Dieser Umstand hat das Stadtbild tief geprägt: Das arabische Viertel Albaicín, die Teestuben in der Calle Calderería Nueva, die Höhlenwohnungen im Sacromonte und natürlich die Alhambra selbst sind direkte Spuren dieser Geschichte.

Sehenswürdigkeiten mit Eintrittspreisen

Die Alhambra ist Spaniens meistbesuchtes Monument. Täglich werden maximal 6.600 Besucher zugelassen. In der Hauptsaison (März bis Oktober) sind Tickets regelmäßig 60 bis
90 Tage im Voraus ausverkauft. Wer ohne Ticket anreist, steht vor verschlossenen Toren – es gibt keine Tageskasse mit Restplätzen.

Die Alhambra: Tickets und Strategie

Buchung: Ausschließlich über tickets.alhambra-patronato.es (offizielle Seite des Patronato de la Alhambra y Generalife). Drittanbieter (GetYourGuide, Viator) verkaufen oft Kombi-Tickets mit Führung zu höheren Preisen. Das Generalticket kostet online 22,27 Euro (21 Euro Grundpreis plus Buchungsgebühr). Es umfasst den Besuch der Nasridenpaläste, des Generalife und der Alcazaba.

Zeitfenster: Jedes Ticket hat ein festes 30-Minuten-Zeitfenster für den Eintritt in die Nasridenpaläste (z.B. 10:00–10:30 Uhr). Wer dieses Fenster verpasst, erhält keinen Einlass. Ausweis am Eingang zwingend erforderlich – der Name auf dem Ticket muss mit dem Ausweis übereinstimmen.

Besuchsdauer: Mindestens 3 Stunden für den kompletten Rundgang (Alcazaba, Nasridenpaläste, Generalife). Wer morgens den ersten Slot bucht (8:30 Uhr), hat die Nasridenpaläste mit weniger Menschen.

Essen und Tapas in Granada

Granadas größter kulinarischer Vorteil: Zu jedem Getränk gibt es eine kostenlose Tapa. Ein Bier oder Wein kostet 2,50 bis 3,20 Euro, die Tapa kommt automatisch. Die Küche wählt aus – es gibt keine Karte für die Gratis-Tapas. Beim zweiten und dritten Getränk wechselt die Tapa. Ein Abendessen zu zweit mit je vier Getränken kostet 20 bis 30 Euro.

Gute Adressen: Bodegas Castañeda (Calle Almireceros, seit 1920er, Montaditos und Vermouth), Los Diamantes (Calle Navas, Fisch-Tapas, immer voll), Bar Aliatar (Calle Méndez Núñez, großzügige Portionen), La Riviera (Plaza de Bib-Rambla, solide). 

Tipp: Die Calle Navas und die Calle Elvira sind die Hauptachsen für Tapas-Bars. Abseits: Calle San Matías und das Realejo-Viertel, wo Einheimische überwiegen.

Praktische Hinweise Granada

Anreise: Flughafen GRX (1,4 Mio. Passagiere), 17 km westlich, nur nationale und wenige europäische Verbindungen. Alternativ: Flug nach Málaga (AGP), dann Avant-Zug oder Bus (1h 30). Bahnhof Granada: AVE aus Madrid (3 h 05), Avant aus Sevilla (2 h 30).  

Alhambra-Zugang: Bus C3 ab Plaza Isabel la Católica oder 20 Min. Fußweg (steil) über die Cuesta de Gomérez.

Sicherheit und Touristenfallen

 Der Albaicín hat abends in den oberen, abgelegenen Gassen ein Diebstahlrisiko. In Gruppen gehen, keine Wertsachen zeigen.  
 Sacromonte: Vorsicht bei nicht angekündigten Flamenco-Einladungen in privaten Höhlenwohnungen – Preise vorab klären.  
 Rund um die Alhambra: überteuerte Souvenirshops und inoffizielle Guides, die Tickets versprechen, die sie nicht haben.

Córdoba: Die Mezquita und die Stadt der Patios

Charakter und Atmosphäre

Córdoba hat rund 325.000 Einwohner und liegt am Guadalquivir, 140 Kilometer nordöstlich von Sevilla. Die Stadt war im 10. Jahrhundert unter dem Kalifat von Córdoba die größte und gelehrteste Stadt Europas – mit geschätzten 500.000 Einwohnern, 300 Moscheen, 70 Bibliotheken und einer multireligiösen Gesellschaft aus Muslimen, Christen und Juden.

Heute ist Córdoba kompakter und ruhiger als Sevilla und Granada. Viele Reisende kommen nur für einen Tagesausflug, um die Mezquita zu sehen. Das ist ein Fehler: Eine Übernachtung lohnt sich, besonders im Mai, wenn die Stadt ihr berühmtes Patio-Festival feiert, und am Abend, wenn sich die Judería leert und die Gassen den Einheimischen gehören.

Sehenswürdigkeiten Córdoba mit Eintrittspreisen

Die Mezquita-Catedral ist Córdobas alles überragender Anziehungspunkt. Die ehemalige Hauptmoschee des Kalifats (Baubeginn 785) wurde nach der christlichen Rückeroberung 1236 in eine Kathedrale umgewandelt. Das Ergebnis ist architektonisch einzigartig: 856 Säulen aus Jaspis, Marmor und Granit tragen rot-weiß gestreifte Doppelbögen. 

In der Mitte des Säulenwaldes wurde im 16. Jahrhundert ein Renaissance-Kirchenschiff eingefügt. Karl V., der den Bau genehmigt hatte, soll beim Anblick des Ergebnisses gesagt haben, man habe etwas Einzigartiges zerstört, um etwas Gewöhnliches zu schaffen.

Tipp: Die kostenlose Besuchsstunde (Mo–Sa 8:30–9:30 Uhr) ist die beste Zeit. Das Morgenlicht fällt durch die Fenster auf die Säulenreihen, die Touristengruppen sind noch nicht da. Die Räumung beginnt ab 9:20 Uhr. Audioguide (5 €) lohnt sich. Der Patio de los Naranjos (Orangenhof) ist ganztags kostenlos zugänglich.

Wo übernachten und essen

Wer übernachtet: Judería oder Centro, 60–130 € DZ. 

Gastronomie: Salmorejo ist hier besser als anderswo (Taberna Salinas, seit 1879; Casa Pepe de la Judería). Montilla-Fino-Wein statt Sherry bestellen. 
Berenjenas con miel (frittierte Auberginen mit Zuckerrohrsirup) sind ein cordobesisches Gericht.

Praktische Hinweise und Sicherheit

Anreise: AVE aus Madrid (1 h 45), Avant aus Sevilla (45 Min.). Der Bahnhof liegt 1 km nördlich der Altstadt, zu Fuß erreichbar. Tagesausflug: Von Sevilla oder Granada aus problemlos machbar. Wer mit dem Auto kommt: Parken an der Avenida de la Victoria oder Paseo de la Victoria (Tiefgarage ~12 €/Tag).

Sicherheit: Córdoba ist eine der sichersten Großstädte Andalusiens. Touristenfallen konzentrieren sich auf die unmittelbare Umgebung der Mezquita: überteuerte Restaurants mit Drängel-Kellnern in der Calle Cardenal Herrero. Zwei Straßen weiter sinken die Preise um 30 bis 40 Prozent.
Hitze: Córdoba teilt mit Sevilla und Écija den Ruf als heißeste Region Spaniens. Im Juli/August Tagesausflüge auf den Morgen legen und nachmittags im Hotel oder in einer schattigen Bar bleiben.

Málaga: Museen, Meer, Massentourismus-Debatte

Charakter und Atmosphäre

Málaga hat sich in den letzten 15 Jahren vom Transitflughafen für die Costa del Sol zu einem eigenständigen Städtereiseziel entwickelt. Über 40 Museen, ein sanierter Hafen (Muelle Uno), eine lebhafte Gastro-Szene und Picassos Geburtshaus ziehen Besucher an, die vor einem Jahrzehnt nur durchgefahren wären.

Diese Entwicklung hat eine Kehrseite. Die Mieten in der Altstadt sind zwischen 2018 und 2024 um über 50 Prozent gestiegen. Ganze Straßenzüge, die früher von Einheimischen bewohnt waren, bestehen heute aus Ferienwohnungen. 

Die Großdemonstrationen im Juni und November 2024 (5.500 bis 25.000 Teilnehmer) richteten sich direkt gegen die Folgen des Massentourismus. Der Bürgermeister reagierte mit einem Lizenzstopp für neue Ferienwohnungen.

Sehenswürdigkeiten Málaga mit Eintrittspreisen

Das Museo Picasso Málaga im Palacio de Buenavista zeigt 285 Werke aus allen Schaffensphasen Picassos, gestiftet von der Familie. Im Untergeschoss sind phönizische und römische Ausgrabungen zu sehen. Die Alcazaba, eine maurische Festung aus dem 11. Jahrhundert, thront oberhalb des Römischen Theaters. 

Von dort führt ein Weg zur Burg Gibralfaro (Kombiticket 5,50 €, Panoramablick über den gesamten Hafen). Die Kathedrale wird von den Malagueños „La Manquita“ (die Einarmige) genannt, weil der Südturm nie fertiggestellt wurde – das Geld floss stattdessen in den amerikanischen Unabhängigkeitskrieg.

Wo übernachten und essen

Centro Histórico: 80–170 € DZ; Fußläufig zu allen Sehenswürdigkeiten. Soho (Distrito de Arte): Street Art, jünger, günstiger (60–120 €). Malagueta/Strand: Strandnah, Hotelketten, 70–160 €.

Essen: El Pimpi (Institution seit 1971, Innenhof mit Blick auf Alcazaba, Sherry-Fässer signiert von Prominenten). Mercado Central de Atabazanas (frischer Fisch, Tapas-Stände). Espetos de sardinas am Strand von El Palo oder Pedregalejo (Chiringuitos ab 3–5 €/Spieß). KGB (Konfitería General Bravo, kreative Tapas).

Praktische Hinweise und Sicherheit

Anreise: Flughafen AGP (26,8 Mio. Passagiere 2025), 8 km südwestlich. Cercanías-Zug (Linie C1) alle 20 Min. in die Innenstadt, ca. 2 €. AVE aus Madrid (2 h 20), Avant aus Sevilla (1 h 55). Sicherheit: Vergleichbar mit Sevilla. Taschendiebstahl am Strand und in der Calle Larios (Einkaufsstraße). Respekt gegenüber der lokalen Anti-Tourismus-Stimmung ist angemessen: legale Unterkünfte wählen, Nachtruhe einhalten.

Cádiz: Atlantik, Altstadt, Karneval

Charakter und Atmosphäre

Cádiz gilt als die älteste durchgehend besiedelte Stadt Europas (Gründung durch Phönizier, ca. 1100 v. Chr.). Die Altstadt liegt auf einer schmalen Halbinsel, die auf drei Seiten vom Atlantik umgeben ist.

Dieses geographische Detail prägt alles: das Licht, den Wind, die Architektur und die Stimmung. Cádiz fühlt sich anders an als die Binnenland-Städte Andalusiens. Salzluft, weiße Fassaden, enge Gassen, die direkt am Meer enden.

Die Stadt hat rund 115.000 Einwohner und verliert seit Jahren Bevölkerung. Der Massentourismus der Costa del Sol hat Cádiz bislang weitgehend verschont, was ein Vorteil ist: Die Altstadt ist authentisch, die Preise moderat, die Einheimischen präsent. Im Februar verwandelt sich alles: Der Carnaval de Cádiz, Spaniens wortgewaltigstes Fest, zieht Hunderttausende an.

Sehenswürdigkeiten Cádiz mit Eintrittspreisen

Die Kathedrale (1722–1838) steht direkt am Meer. Ihre goldene Kuppel ist von Schiffen aus sichtbar und diente historisch als Orientierungspunkt. Der Turmaufstieg bietet einen Rundblick über die Altstadt und den Atlantik.

Die Torre Tavira ist der höchste der ehemaligen 160 Wachtürme von Cádiz und beherbergt eine Camera Obscura, die ein Live-Bild der Stadt auf eine weiße Scheibe projiziert – ein optisches Gerät aus dem 18. Jahrhundert, das in Echtzeit funktioniert.

Die Playa de la Caleta ist Cádiz ikonischster Strand: eine kleine Bucht, eingerahmt von den Festungen San Sebastián und Santa Catalina. Im Sommer voll, im Winter leer und windig. Die Playa de la Victoria ist der Alltagsstrand der Gaditanos: 3 Kilometer lang, gut ausgestattet, Chiringuitos.

Wo übernachten und essen

Casco Antiguo: Hotels und Pensionen, 55–130 € DZ. Kurze Wege, Restaurants, Nachtleben.
La Viña: Stadtteil westlich der Kathedrale, das Herz des Karnevals, exzellente Tapas-Bars.

Essen: Freidurías (Fisch-Frittierbuden) sind Cádiz kulinarisches Markenzeichen.
Freiduría Las Flores (seit Generationen, gemischte Tüte ab 6 €). Taberna El Tío de la Tiza (Tapas, laut, eng). Casa Manteca (La Viña, Chicharrones und Sherry). Thunfisch aus der Almadraba (Mai/Juni) in Zahara de los Atunes (30 Min. südöstlich).

Praktische Hinweise und Sicherheit

Anreise: Bahnhof Cádiz: Cercanías aus Jerez (45 Min.), MD/Talgo aus Sevilla (1 h 45).
Flughafen Jerez (XRY) 45 km nördlich, Shuttle oder Zug. Auto: Die Altstadt ist Fußgängerzone. Parkhaus Paseo de Canalejas oder am Bahnhof. Sicherheit: Cádiz ist eine der sichersten Städte Andalusiens. Wenig Touristenfallen, wenig Taschendiebstahl. Im Karneval: Menschenmassen, Alkohol, erhöhte Vorsicht bei Gedränge.

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Der Autor

Alexander Gresbek lebt seit vielen Jahren an der spanischen Mittelmeerküste. Der Journalist und Buchautor befasst sich mit spanischer Kultur und Traditionen. Zu seinem aktuellen Titel Die Costa Blanca Für Kluge Köpfe (erhältlich bei amazon) hier die Buchrezension.

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